<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nation of Swine &#187; Hooligans</title>
	<atom:link href="http://nationofswine.ch/category/hooligans/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://nationofswine.ch</link>
	<description>Politik &#38; Freefight</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 13:15:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Die Lügen der SBB</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2012/01/13/die-lugen-der-sbb/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2012/01/13/die-lugen-der-sbb/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 12:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gonzo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Fans]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[SBB]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=6017</guid>
		<description><![CDATA[<p>In einer grossen PR-Kampagne hatte 2010 der Staatsbetrieb SBB per Schweizer Fernsehen in der Sendung «10 vor 10» verlauten lassen, ihr entstünden durch randalierende Fussballfans in Extrazügen massiver Sachschaden (die Meldung wurde von allen Medien wiedergegeben, auch ein Jahr später erneut gar in der Hauptausgabe der Tagesschau). SBB-Sprecher Reto Kormann sagte im Mai 2010 unwidersprochen im «10 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer grossen PR-Kampagne hatte 2010 der Staatsbetrieb SBB per Schweizer Fernsehen in der Sendung «10 vor 10» verlauten lassen, ihr entstünden durch randalierende Fussballfans in Extrazügen massiver Sachschaden (die Meldung wurde von allen Medien wiedergegeben, auch ein Jahr später erneut gar in der Hauptausgabe der Tagesschau). SBB-Sprecher Reto Kormann sagte im Mai 2010 unwidersprochen im «10 vor 10»: «Wir haben Schäden praktisch jedes Wochenende. Drei Millionen Schäden in der abgelaufenen Saison alleine. Wir wollen das unseren Kunden und unseren Mitarbeitern nicht mehr länger zumuten.»</p>
<p>Jetzt hat ein Journalist nachgerechnet. Wie Fussballkolumnist Pascal Claude in der WOZ aufdeckt: Die eigentliche Schadenssumme beträgt <a href="http://www.woz.ch/artikel/2012/nr01/schweiz/21582.html" target="_blank">weniger als ein Zehntel</a>.</p>
<blockquote><p>Ein internes Papier der SBB zeigt, dass die Schäden, die Fussballfans an Extrazügen verüben, zehnmal geringer sind als angenommen: Statt 3 Millionen Franken jährlich, wie in zahlreichen <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/SBB-Drei-Millionen-Franken-Schaeden-durch-FussballRowdies/story/28829212" target="_blank">Medienberichten</a> zu lesen war, waren es 2009/2010 deutlich weniger als 300’000 Franken.</p></blockquote>
<p>Und weil er von der SBB-Pressestelle nichts weiter zu hören bekam als Schwurbel, an Vertuschung grenzende Verwirrrechnungen, rechnete Pascal Claude anhand interner Papiere nun halt selbst nach. Fazit: Die SBB lügt. Der beste unter den Schweizern Fussballbloggern schliesst seine Recherche so:</p>
<blockquote><p>«3 Millionen Franken Sachschaden durch Fussballfans jährlich». Diese Schlagzeile, prominent verbreitet von Tagesschau bis Tages-Anzeiger, wollten die SBB nie dementieren. Nun sind wir bei 100’000 Franken. 100’000 Franken Sachschaden sind viel. Es sind aber dreissigmal weniger als jener Betrag, mit dem bislang Politik gemacht wurde. Die SBB möchten die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/bahnverkehr_sbb_fussball-hooligans_1.11459959.html" target="_blank">Transportpflicht</a> aufheben und Fussballfans nicht mehr auf eigene Kosten von A nach B befördern müssen. Das ist eine legitime politische Forderung. Nun ist, hoffentlich, etwas klarer, auf welchen Zahlen sie beruht.</p></blockquote>
<p>Die ganze wunderliche Rechnung kann man lesen auf Claudes Blog <a href="http://knappdaneben.net/2012/01/sbb-und-sachschaden-von-3-mio-auf-100000/" target="_blank">«Knapp daneben»</a>.</p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=6017&amp;md5=cdad3ec53801f9ac82eefd48c37d7455" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2012/01/13/die-lugen-der-sbb/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sven Brux, Mann des Tages</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2012/01/10/sven-brux-mann-des-tages/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2012/01/10/sven-brux-mann-des-tages/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 09:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raoul Duke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Brux]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=5907</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der FC St. Pauli wird landauf, landab gerühmt für dieses Gegen-Rechts-Sein und für das sich gegen so was gerade machen, meine Güte, da muss das in der Realität auch mal umgesetzt werden. Wenn irgendso ein Nazi da meint, er könnte im St. Pauli-Block derartige Sprüche loslassen, dann muss der auch das Gefühl haben, dass ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der FC St. Pauli wird landauf, landab gerühmt für dieses Gegen-Rechts-Sein und für das sich gegen so was gerade machen, meine Güte, da muss das in der Realität auch mal umgesetzt werden. Wenn irgendso ein Nazi da meint, er könnte im St. Pauli-Block derartige Sprüche loslassen, dann muss der auch das Gefühl haben, dass ihm das gesundheitlich womöglich nicht ganz gut tut.</p></blockquote>
<p>Sven Brux, <a href="http://nationofswine.ch/2010/04/29/kein-fussball-den-faschisten/" target="_blank">Sicherheitschef des FC St. Pauli</a>, nachdem es am Wochenende in Hamburg an einem Hallenturnier zu schweren Krawallen gekommen war, nachdem Neonazis aufmarschiert waren und von der Polizei toleriert wurden, ehe die Staatsmacht dann massiv Tränengas gegen Fans des FC St. Pauli einsetzte, als diese die Rechtsextremen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=u6Kz_vJN3uU" target="_blank">zurückschlugen</a>.</p>
<p>Hier: <a href="http://videos.mopo.de/vsc_2668_548_1_vid_132690/St-Pauli-Pressekonferenz-zu-den-Ausschreitungen-beim-Schweinske-Cup.html" target="_blank">Brux an der Pressekonferenz</a>.</p>
<p>Und <a href="http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6017" target="_blank">hier wird Brux</a> gar schon als künftiger Präsident gehandelt.</p>
<p>Und ja, beim 1. Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Karpfen Angelclubs e.V. handelt es sich um <em>DEN</em> <a href="http://www.anglerverband.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=276&amp;Itemid=287" target="_blank">Sven Brux</a>.</p>
<div id="attachment_5917" class="wp-caption aligncenter" style="width: 565px"><a href="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2012/01/sv_01.jpg"><img class="size-large wp-image-5917" title="sv_01" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2012/01/sv_01-555x416.jpg" alt="" width="555" height="416" /></a><p class="wp-caption-text">Immer auf die Grossen: Sven Brux</p></div>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=5907&amp;md5=b83cf73cc587a3f53e7a4721ad24717b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2012/01/10/sven-brux-mann-des-tages/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>«Dieses Vorgehen ist ein Skandal» – «Zeit»-Chef Peer Teuwsen über die aktuelle «Blick»-Kampagne</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2011/11/10/%c2%abdieses-vorgehen-ist-ein-skandal%c2%bb-%e2%80%93%c2%a0%c2%abzeit%c2%bb-chef-peer-teuwsen-uber-die-aktuelle-%c2%abblick%c2%bb-kampagne/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2011/11/10/%c2%abdieses-vorgehen-ist-ein-skandal%c2%bb-%e2%80%93%c2%a0%c2%abzeit%c2%bb-chef-peer-teuwsen-uber-die-aktuelle-%c2%abblick%c2%bb-kampagne/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 09:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Ryser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Ryser]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Pranger]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Teuwsen]]></category>
		<category><![CDATA[Pranger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=5241</guid>
		<description><![CDATA[«Massives Überschreiten der Grenzen» – Heute auf Nation of Swine: «Zeit»-Chef Peer Teuwsen über Journalismus im Ausnahmezustand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Petarden, Pranger, Panik – und ein Profi: Daniel Ryser im Interview mit Peer Teuwsen, Leiter des Schweizer Büros der <a href="http://www.zeit.de/index" target="_blank">«Zeit»</a>, über Journalismus im Ausnahmezustand.</em></p>
<p><strong>Herr Teuwsen, seit vier Tagen steht ein junger Mann im «Blick» am Pranger. «Pranger ist unsere Aufgabe», sagte «Blick»-Sportchef Felix Bingesser dazu am Montag auf «Tele Züri». Ist das die Aufgabe von Journalisten?</strong></p>
<p><strong></strong>Nein, das ist nicht die Aufgabe der Journalisten. Die Aufgabe des Journalismus wäre aufzuklären, wäre zu zeigen, warum derartige Ereignisse geschehen. Und es wäre auch die Aufgabe des Journalismus, zu beruhigen. Nicht zu dramatisieren. Das Gegenteil passiert. Gewisse Journalisten verlieren jegliches Mass. Es ist die Rede von «Krieg». Nicht nur in Boulevard-Blättern, auch in seriösen Blättern. Ich frage mich, wenn meine Kollegen derartige Worte und Metaphern gebrauchen, ob sie wissen, wovon sie reden. Wir befinden uns nicht im Krieg.</p>
<p><strong>Aber das heisst es immer wieder, ich zitiere aus dem «St. Galler Tagblatt», aus dem «Tages-Anzeiger», und dem «Blick» sowieso: «Krieg!»</strong></p>
<p>Wollen Sie die psychologische Erklärung oder die andere?</p>
<p><strong>Die eine und die andere.</strong></p>
<p>Der Journalist ist ein einsamer Mensch. Und in diesem Feld können sich offenbar Männer – wir reden hier ja ausschliesslich von Männern – aufspielen. Sie können sich zu einer gewissen Bedeutung erheben, indem sie Hilfssheriff spielen. Sie meinen, sie müssen die Arbeit der Polizei übernehmen – auch ohne Berücksichtigung der Unschuldsvermutung. Aber das ist die Aufgabe des Staates, der das Gewaltmonopol innehat. Aufgabe des Journalisten wäre zu zeigen, was passiert, wie es passiert, warum es passiert. Aber hier fehlt es den Journalisten an Objektivität.</p>
<p><strong>Warum fehlt sie?</strong></p>
<p>Es ist die zweite Erklärung, und die liegt auf der Hand: Es geht um Fussball. Da gehen mit vielen unserer Kollegen die Pferde durch. Sie sind eben nicht nur Journalisten, sie sind auch Fussballfans – und das nicht zu knapp. Die Sache, über die sie objektiv berichten müssten, ist für sie mit grossen Emotionen verbunden. Und deshalb bekommt das Thema auch ein derartiges Gewicht in den Medien. Unsere Kollegen stellen nicht mehr nüchtern die Frage: «Was ist da wirklich los?» Stattdessen haben sie das Gefühl, da machen uns ein paar <em>unseren</em> Fussball kaputt? Sie denken, da nehmen uns ein paar Idioten unser Spielzeug weg! Die professionelle Distanz ist weg. Die Journalisten sind Teil des Systems.</p>
<p>Man hat das Interesse verloren, den gesellschaftlichen Wurzeln auf den Grund zu gehen, die zu solchen Verhaltensweisen führen &#8211; denn das ist so schrecklich komplex. Da wählt man lieber die grosse Einfachheit, die ist leichter zu transportieren. Was mich nachdenklich stimmt ist, dass diese Tendenz auch in den seriösen Medien Einzug gehalten hat. Die Stimmung wird regelrecht angeheizt. Und die Polizei spielt dieses Spiel mit, indem sie zur Fahndung Filme und Fotos ins Netz stellt, die liebend gerne von den Medien aufgenommen werden. Die Sache dreht so immer schneller, statt dass man sich diese Einzelfälle – etwa auch die Krawalle am Zürcher Bellevue – gründlich anschaut. Man spielt die Sache rauf, statt sie runterzuspielen.</p>
<p><strong>Runterspielen?</strong></p>
<p>Die Frage drängt sich doch auf: Warum wird diesen Geschichten ein derartiges Gewicht beigemessen? Wieso liest man nie einen Chefredaktor, der auf der Front schreibt: «Jetzt behalten wir die Nerven und schauen uns die Sache mal genau an. Wie schlimm ist es wirklich? Was ist zu tun? Was kann man überhaupt tun?» Medien sollen doch nicht so tun, als könnten sie ein derart weitgefächertes Problem lösen.</p>
<p><strong>Der «Blick» probiert es bei dem jungen Mann, der sich mit einer Petarde drei Finger wegsprengte, inzwischen mit der Brechstange: Foto des Wohnortes des Verletzten, dann Anruf beim Chef, dann werden die Eltern auf der Strasse abgefangen, blossgestellt, weil sie nicht mit dem Journalisten reden wollen. Offenbar hat hier ein Millionenkonzern einen jungen Mann, der gegen ein Gesetz verstossen hat, zum Freiwild erklärt.</strong></p>
<p>Dieses Vorgehen ist ein Skandal. Und dann ist es ja nicht einmal so, dass es irgendwas zur Problemlösung beitragen würde. «Blick tut was», das ist das Motto. Es ist die Sündenbock-Theorie. «Jetzt haben wir endlich einen. Und den machen wir jetzt so richtig fertig». Man will dem Leser den Eindruck geben, es passiere etwas. «Wenn schon der Staat versagt, dann machen wenigstens wir etwas», soll die Botschaft sein. Es ist eine Verkennung der Rolle und ein massives Überschreiten journalistischer Grenzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=5241&amp;md5=42e671d084088a3276d33cc19dbda069" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2011/11/10/%c2%abdieses-vorgehen-ist-ein-skandal%c2%bb-%e2%80%93%c2%a0%c2%abzeit%c2%bb-chef-peer-teuwsen-uber-die-aktuelle-%c2%abblick%c2%bb-kampagne/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>20</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Delta-Hooligans, die Deltas, die Hooligans, das Feuerwerk, der Spielabbruch</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2011/10/20/die-delta-hooligans-die-deltas-die-hooligans-das-feuerwerk-der-spielabbruch/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2011/10/20/die-delta-hooligans-die-deltas-die-hooligans-das-feuerwerk-der-spielabbruch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 08:15:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nationofswine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=4972</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Nation-of Swine-Sonderbulletin zum Thema:</p> <p><a href="http://knappdaneben.net/2011/10/bildlegendenmetamorphose/" target="_blank">Pascal Claude </a>schreibt heute in der WOZ über Sicherheitskräfte in Schweizer Fussballstadien, die sich mit Naziemblemen schmücken und dem Slogan «All Cops Are Bastards», <a href="http://www.woz.ch/artikel/2011/nr42/schweiz/21297.html" target="_blank">bevor sie in den Kampf ziehen gegen Fussballfans</a>. Es sind dieselben Hooligans / Sicherheitsleute, mit denen es im Letzigrund zu schweren Ausschreitungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Ein Nation-of Swine-Sonderbulletin zum Thema:</strong></span></p>
<p><a href="http://knappdaneben.net/2011/10/bildlegendenmetamorphose/" target="_blank">Pascal Claude </a>schreibt heute in der WOZ über Sicherheitskräfte in Schweizer Fussballstadien, die sich mit Naziemblemen schmücken und dem Slogan «All Cops Are Bastards», <a href="http://www.woz.ch/artikel/2011/nr42/schweiz/21297.html" target="_blank">bevor sie in den Kampf ziehen gegen Fussballfans</a>. Es sind dieselben Hooligans / Sicherheitsleute, mit denen es im Letzigrund zu schweren Ausschreitungen kam mit gewaltbereiten Anhängern des FC Basel. Es sind dieselben Hooligans / Sicherheitsleute, über die wir hier (<a href="http://nationofswine.ch/2010/04/08/delta-als-hooligan-das-video/" target="_blank">«Delta als Hooligan»</a>) berichteten, aber auch schon <a href="http://nationofswine.ch/2010/04/01/nachtrag-delta-security/" target="_blank">hier</a> und – in einem ganzen Kommentar, ich bin grad selbst beeindruckt – hier: <a href="http://nationofswine.ch/2010/04/09/der-skandal-um-die-schlager-in-den-reihen-der-delta-security-ag/" target="_blank">«Der Skandal um die Schläger in den Reihen der Delta Security»</a>.</p>
<p>Hooligans gibt es auch am <a href="http://nationofswine.ch/2010/09/08/hooligans-reloaded-fussball-vs-schwingen/" target="_blank">Schwingfest</a>. Und <a href="http://nationofswine.ch/2011/10/16/fcz-prasident-canepa-und-der-pyro-reporter/" target="_blank">heimlich wünscht sich FCZ-Präsident Canepa Pyros</a>. Der Kommentar aus dem Tages-Anzeiger mit Titel «Wir wollen legale Fackeln!»: <a href="http://nationofswine.ch/2011/10/15/wir-wollen-legale-fackeln/" target="_blank">Hier</a>. Zu «Feld-Wald-Wiese» geht es <a href="http://www.echtzeit.ch/buecher.php?id=66&amp;s=4" target="_blank">hier</a>. Zur «sogenannten Lösung», dem Text von Pascal Claude nach dem Zürcher Spielabbruch, geht es <a href="http://www.woz.ch/artikel/rss/21243.html" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>«Repetition! Repetition! Repetition!», sagt Mark E. Smith, wenn er sich nicht gerade mit Fussball beschäftigt:</p>
<p><object width="595" height="446"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nm8GJ6zbc5g?version=3&#038;feature=oembed"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nm8GJ6zbc5g?version=3&#038;feature=oembed" type="application/x-shockwave-flash" width="595" height="446" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4972&amp;md5=45f63dc2915b04f51107a27de2f57e7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2011/10/20/die-delta-hooligans-die-deltas-die-hooligans-das-feuerwerk-der-spielabbruch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir wollen legale Fackeln!</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2011/10/15/wir-wollen-legale-fackeln/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2011/10/15/wir-wollen-legale-fackeln/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 00:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Ryser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Ryser]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Keller-Sutter]]></category>
		<category><![CDATA[Pryo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=4848</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wer Fackeln im Fussballstadion verbietet, fördert die Gewalt. Feuerwerk ist Teil der Fankultur.</p> <p>Seit Jahren versprechen uns Politiker, noch mehr Repression werde das Gewaltproblem im Schweizer Fussball lösen – ein Problem, das in erster Linie ein Feuerwerk-Problem ist. Die harten Worte sind ein Ausdruck von Ratlosigkeit. Obwohl in der Schweiz derzeit Hunderte Stadionverbote ausgesprochen sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wer Fackeln im Fussballstadion verbietet, fördert die Gewalt. Feuerwerk ist Teil der Fankultur.</em></p>
<p>Seit Jahren versprechen uns Politiker, noch mehr Repression werde das Gewaltproblem im Schweizer Fussball lösen – ein Problem, das in erster Linie ein Feuerwerk-Problem ist. Die harten Worte sind ein Ausdruck von Ratlosigkeit. Obwohl in der Schweiz derzeit Hunderte Stadionverbote ausgesprochen sind, wird weiter gezündet.</p>
<p>Ich gehöre zu denen, in deren Augen Pyro zur Fankultur gehört wie Fahnen und Choreografien. Der 2. Oktober 2011 war für mich ein verlorener Tag. Wer wie am Zürcher Derby Fackeln als Waffen einsetzt, beerdigt die Bemühungen für eine Pyro-Toleranz. Einige meiner Bekannten sind hartgesottene Fans, sie besuchen jedes Spiel ihres Vereins und zünden auch in diesem aufgeheizten Klima hin und wieder Fackeln. Sie distanzieren sich dabei von Gewalt. Sie sagen, das eine ist Fankultur, das andere Gewalt. Die Gewalt zerstöre die Fankultur, zerstöre auch den Dialog, den die Zünder in Basel, Bern, Zürich, St. Gallen mit ihren Clubs führen. Die Clubs sagen hinter vorgehaltener Hand, sie könnten mit dem Zünden leben, wenn es nicht ständig passiere und in Mass. Vor allem, wenn Fackeln nicht geworfen würden. Diese Toleranz kommt daher, dass die Clubs meist wissen, wer die Zünder sind: jene, die an jedem Spiel für Stimmung sorgen. Und solche, die bereit sind zum Dialog. Eigentlich aber müssten Vereine und Fans weiter gehen, als ein stilles Abkommen zu haben. Sie müssten für eine Pyro-Toleranz eintreten, für deren Legalisierung und für einen verstärkten Dialog. Fackeln müssten in Fankurven wieder wie früher gezündet werden dürfen.</p>
<p><strong>Entmummung tut not</strong></p>
<p>Das Verbot hat mehr Probleme geschaffen als gelöst. In den Kurven haben sich kleine, schwarze Blocks gebildet, bereit, sich zu vermummen und zu zünden. Diese Blocks sehen militant aus, und das prägt auch die Stimmung und fördert Aktionen wie jene vom 2. Oktober. Das Verbot differenziert auch nicht zwischen jenen, die zünden, und jenen, die werfen oder zuschlagen – laut Gesetz sind die einen genauso Gewalttäter wie die anderen. Das ist höchstens gut für die Statistiken: Es schafft Hooligans, wo keine sind.</p>
<p>Ein Gesetz, das eine Fangeneration Jugendlicher als Hooligans kriminalisiert, ein Gesetz, das bei der Aargauer Staatsanwaltschaft Leute auf den Plan ruft, die in den kritischen Augen des Berner Polizeikommandanten bereit sind, eine zweite Heysel-Katastrophe zu provozieren, bloss um einige Zünder dingfest zu machen; ein Gesetz, das bei den Medien den Ruf nach Selbstjustiz provoziert und uns allen (seit Jahren falsch kommuniziert von der St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter) das Gefühl gibt, dass in der Schweiz die Hooligans ausser Rand und Band sind, obwohl wir es hier im Vergleich zu Deutschland, Polen, Italien, England, Russland auf den Strassen sehr friedlich haben &#8211; ein solches Gesetz ist des Papiers nicht würdig, auf dem es gedruckt ist.</p>
<p>Vor Gewalttätern wird uns niemand vollständig schützen können. Nie. Aber ohne eine Legalisierung oder eine klar kommunizierte Pyro-Toleranz werden wir uns, wie in den letzten acht Jahren, im Kreis drehen in einer Debatte, die immer buntere Blüten treibt. Am Schluss gewinnen auf beiden Seiten die Hardliner, der Fussball verliert. Der wirklich harte, alles andere als kuschelige, aber zielführende Weg in dieser Problematik ist nicht der Weg der schönen, harten Worte. Es ist der Weg des Dialogs.</p>
<p>© Tages-Anzeiger; 14.10.2011</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4848&amp;md5=a3b5f5e5c06576835e9583e0bf2c2467" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2011/10/15/wir-wollen-legale-fackeln/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>«Delta» und Gewalt – aus aktuellem Anlass: Alte Fragen wiederholen, wiederholen, wiederholen</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2011/02/21/%c2%abdelta%c2%bb%c2%a0und-gewalt-%e2%80%93-aus-aktuellem-anlass-alte-fragen-wiederholen-wiederholen-wiederholen/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2011/02/21/%c2%abdelta%c2%bb%c2%a0und-gewalt-%e2%80%93-aus-aktuellem-anlass-alte-fragen-wiederholen-wiederholen-wiederholen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 16:13:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nationofswine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=4810</guid>
		<description><![CDATA[<p><a href="http://nationofswine.ch/2010/04/09/der-skandal-um-die-schlager-in-den-reihen-der-delta-security-ag/" target="_blank">Der Skandal um die Schläger in den Reihen der Delta Security</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://nationofswine.ch/2010/04/09/der-skandal-um-die-schlager-in-den-reihen-der-delta-security-ag/" target="_blank">Der Skandal um die Schläger in den Reihen der Delta Security</a>.</p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4810&amp;md5=f9586e4c342699a1e0960de08bb165fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2011/02/21/%c2%abdelta%c2%bb%c2%a0und-gewalt-%e2%80%93-aus-aktuellem-anlass-alte-fragen-wiederholen-wiederholen-wiederholen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>«Blick»: «FCSG-Fans drehen durch.» +++ «Nation of Swine» war vor Ort und korrigiert: «Delta-Security-Mitglieder drehten durch!»</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2011/02/20/%c2%abblick%c2%bb-%c2%abfcsg-fans-drehen-durch-%c2%bb-%c2%abnation-of-swine%c2%bb-war-vor-ort-und-korrigiert-%c2%abdelta-security-mitglieder-drehten-durch%c2%bb/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2011/02/20/%c2%abblick%c2%bb-%c2%abfcsg-fans-drehen-durch-%c2%bb-%c2%abnation-of-swine%c2%bb-war-vor-ort-und-korrigiert-%c2%abdelta-security-mitglieder-drehten-durch%c2%bb/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 01:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gonzo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=4800</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wir haben den Blog ja eigentlich eingestellt. Aber manchmal geht es nicht anders, als Tote zum Leben zu erwecken.</p> <p>Heute habe ich versucht, wieder mal ein Fussballspiel zu besuchen. Nach einigen Minuten stürmen dort, wo ich stehe, Delta-Sicherheitsleute den Sektor und prügeln wie wild um sich. Eine heftige Keilerei beginnt. Leute, die versuchen, die Situation zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben den Blog ja eigentlich eingestellt. Aber manchmal geht es nicht anders, als Tote zum Leben zu erwecken.</p>
<p>Heute habe ich versucht, wieder mal ein Fussballspiel zu besuchen. Nach einigen Minuten stürmen dort, wo ich stehe, Delta-Sicherheitsleute den Sektor und prügeln wie wild um sich. Eine heftige Keilerei beginnt. Leute, die versuchen, die Situation zu schlichten, werden geschlagen oder mit Tränengas attackiert. Niemand weiss, warum die Sicherheitsleute plötzlich von hinten in den Sektor stürmten. Ausser der «Blick», dessen Schreiber zwar nicht dort war, aber trotzdem alles weiss. Der behauptet: Die Fans seien durchgedreht. Eine Erfindung. Ich sprach später lange mit den anwesenden Zürcher und St.Galler Fanpolizisten. Sie sagten alle: «Wir wissen nicht, warum die Delta-Leute plötzlich den Sektor stürmten.» Die St. Galler Fans drängten die Security, die wie eine wild gewordene Rambo-Truppe agierte, zurück. Die Situation eskalierte: Die Sicherheitsangestellten wurden nun auch heftig attackiert – dies, nachdem sie die Situation hatten eskalieren lassen.</p>
<p>Es geht in diesem Fall nicht darum, dass es bei den Fans auch gewalttätige Leute gibt. Heute nicht. Es geht darum, dass man als Matchbesucher sich plötzlich in einer ganz üblen Keilerei wieder fand, die eindeutig vom privaten Sicherheitspersonal ausging. Die anwesenden Polizisten hielten die Security nicht vom Zuschlagen ab, dies mit einer Begründung, die rechtlich stimmt: «Wir können nichts machen. Das ist privater Grund.» Einer sagte mir später: «Die Fans sollten Anzeige erstatten. Die Chancen, vor Gericht zu gewinnen, wären gering. Aber es wäre ein Zeichen.»</p>
<p>Als ich nach der Keilerei den Sektor verliess, ergriff mich kurz die Panik, weil ich merkte: Die Polizei wird hier niemanden schützen, auch nicht die Fans vor der wild prügelnden Security. Was, wenn diese noch einmal kommt und schlägt und mit Tränengas um sich sprüht? Nach dem Spiel aber hielt sich die Security zurück, die Fanspezialisten der Zürcher und St.Galler Stadtpolizei hatten vermittelt. Die Fans zogen ab. Blick schreibt später: «FCSG-Fans drehen durch.» Eine Verdrehung der Tatsachen. Im besten Fall könnte man sagen: Die Fans drehten durch, nachdem mit Schlagstöcken und Tränengas bewaffnete Hooligans namens Delta ihren Sektor gestürmt hatten. Die Delta-Security verfolgt offensichtlich keine Deeskalationsstrategie, sondern eine Eskalationsstrategie. Bezeichnend, dass niemandem, auch nicht der Polizei, klar war, warum der Sturm des Sektors stattgefunden hatte. Zehn Minuten vorher war zwar vereinzelt Feuerwerk gezündet worden (zwei sogenannte Pyro-Fackeln), dies jedoch in einem völlig anderen Bereich des Sektors als dort, wo die Security stürmte und zuschlug.</p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4800&amp;md5=418117ea74120f338d4a5436fda5b7c9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2011/02/20/%c2%abblick%c2%bb-%c2%abfcsg-fans-drehen-durch-%c2%bb-%c2%abnation-of-swine%c2%bb-war-vor-ort-und-korrigiert-%c2%abdelta-security-mitglieder-drehten-durch%c2%bb/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Südkurven-Gesang</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2011/01/03/sudkurven-gesang/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2011/01/03/sudkurven-gesang/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 08:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nationofswine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Espenmoos]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Gallen]]></category>
		<category><![CDATA[Pyro]]></category>
		<category><![CDATA[Südkurve]]></category>
		<category><![CDATA[Ultras]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=4663</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dann kam 1985 die Sache mit dem Helikopter<br /> St.Gallen hatte mehrere Spiele unglücklich verloren<br /> dann verloren wir auch gegen Xamax<br /> wir alle waren uns einig, dass der Schiedsrichter schuld ist<br /> wir versammelten uns vor dem Ausgang<br /> Leute von der Haupttribüne, von überall<br /> kamen und brüllten «Komm raus, du Sau!»<br [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dann kam 1985 die Sache mit dem Helikopter<br />
St.Gallen hatte mehrere Spiele unglücklich verloren<br />
dann verloren wir auch gegen Xamax<br />
wir alle waren uns einig, dass der Schiedsrichter schuld ist<br />
wir versammelten uns vor dem Ausgang<br />
Leute von der Haupttribüne, von überall<br />
kamen und brüllten «Komm raus, du Sau!»<br />
die Polizei hat alles abgesperrt und die Rega angefordert<br />
die Rega ist mit dem Helikopter in das Stadion geflogen<br />
und hat den Schiedsrichter nach Gossau geflogen<br />
dort wartete einer mit dem Auto des Schiedsrichters<br />
und dort ist er eingestiegen und heimgefahren<br />
der «Blick» hat zehntausend Franken für ein Bild geboten<br />
aber dieses Bild vom Helikopter, der im Espenmoos landet<br />
dieses Bild gibt es nicht<br />
aber wenn du «Globi bei der Rega» liest, dort ist es verewigt<br />
dort fliegt Globi mit der Rega los<br />
und evakuiert einen Schiedsrichter aus einem Fussballstadion</p>
<p>*</p></blockquote>
<p><em><strong>Aus dem Archiv:</strong></em> Auf vielfachen Wunsch nun im Netz: Ein im Detail nicht mehr aktueller Text aus dem seit zwei Jahren vergriffenen Buch <a href="http://www.rezensionen.ch/buchbesprechungen/espenmoos/3858824631.html" target="_blank">«Espenmoos – Fussball und Fankultur»</a>. Der folgende Text von Daniel Ryser aus dem Jahr 2007 basiert auf Interviews mit mehr als dreissig St.Galler Ultras und anderen Fans, geführt in der Südkurve, auf Auswärtsfahrten, in St. Galler Bars abseits von Spieltagen.</p>
<p><span id="more-4663"></span></p>
<p><strong>SÜDKURVEN-GESANG</strong></p>
<p><em>Von <a href="http://www.echtzeit.ch/buecher.php?id=66&amp;s=1" target="_blank">Daniel Ryser</a></em></p>
<p>In der Südkurve des Espenmoos zelebrieren die Ultras, wie sich jene Fans selbst bezeichnen, eine lebendige, leidenschaftliche und auch umstrittene Fankultur mit Gesängen, Choreografien, Fahnen und Feuerwerk. Unterwegs im harten Kern.</p>
<p>*</p>
<p>Wenn wir auswärts spielen, reisen weniger Fans an<br />
aber die Stimmung ist meistens besser als daheim<br />
weil auswärts vor allem der harte Kern kommt<br />
es gibt weniger Aufruhr, wenn du Feuerwerk zündest<br />
wenn dir hier was nicht passt<br />
dann musst du es den Leuten ins Gesicht sagen<br />
das passiert selten, in Schaffhausen zum Beispiel<br />
da kam einer an und sagte zu mir<br />
«Verdammte Kinderkacke dieses Feuerwerk»<br />
wir hatten die ganze Kurve eingenebelt<br />
mit dickem, grünen Rauch und Vulkanen<br />
eine Woche später sind wir<br />
in der Nacht vor dem Yverdon-Spiel<br />
dorthin gefahren<br />
mit einer Drogenpause an jeder zweiten Raststätte<br />
das Kokain macht dich wieder wach<br />
auf dem Rücksitz liegt einer im Alkohol-Koma<br />
und bewegt sich nicht mehr<br />
es ist stockdunkel, als wir in Yverdon ankommen<br />
ein kalter, heftiger Wind weht vom See herüber</p>
<p>*<br />
Ich trage einen Rucksack<br />
einer hat sich eine Schaufel unter die Jacke geklemmt<br />
wir sind auf der Hut, nicht wie in Thun<br />
wo plötzlich ein Wächter<br />
mit einem Schäferhund vor uns stand<br />
als wir das Feuerwerk vergruben<br />
jetzt graben wir ein Loch<br />
in den Rasen hinter der Gästetribüne<br />
ein Loch für fünfzehn Pyro-Fackeln<br />
manchmal finden sie die Sachen, doch hier sicher nicht<br />
da rechnen sie einfach nicht damit<br />
dass irgendwelche St.Galler krank genug sind<br />
in der Nacht vor dem Spiel extra nach Yverdon zu fahren<br />
um dort einzubrechen und Feuerwerk zu vergraben<br />
doch genau das tun wir, und dann zurück nach Bern<br />
auf der Toilette der Reitschule-Bar fast ein Drogenkoma<br />
kurz schlafen, ein neues Bier köpfen und zurück nach Yverdon<br />
im Stadion die Securitas ablenken, das Feuerwerk ausbuddeln<br />
das ist eine Sache von Sekunden<br />
die Seenotfackeln unter den Fans verteilen<br />
und Anfang der zweiten Halbzeit brennt die ganze Kurve</p>
<p>*</p>
<p>Oben war kein Platz mehr, also gingen wir runter zum Zaun<br />
und hängten dort unsere «Green-Fires»-Zaunfahne auf<br />
das war im Jahr 2000<br />
das Zentrum der Kurve war damals oben<br />
dort wo noch heute die Pauker stehen<br />
die Alten sagen, «Ihr denkt nicht für alle und für den Verein»<br />
die Jungen sagen, «Ihr seid neidisch, eure Zeit ist vorbei»<br />
im unteren Teil der Südkurve war Platz, Neues aufzubauen<br />
nicht schon alles besetzt wie oben, keiner, der sagt<br />
«Weg hier, ich stehe hier schon seit zwanzig Jahren»<br />
schnell sind andere Gruppen dazugekommen<br />
die «Jokers», die «Green-Flash», «Green Power», «Kurve Süd»<br />
alle mit Ultra-Mentalität<br />
die Ultraszene entstand in den Sechzigern<br />
im ehemaligen Jugoslawien und in Italien<br />
und in St.Gallen fast vierzig Jahre später<br />
Ultra bedeutet, du gibst alles für deinen Verein<br />
du gehst an jedes Spiel<br />
du wachst auf an einem Dienstag<br />
mit der Idee für eine Choreografie<br />
du rufst Kollegen an, organisierst Farbe<br />
und Stoff und Spraydosen<br />
investierst hundert, oder dreihundert, oder sechshundert<br />
Stunden Arbeit in eine Choreografie<br />
die beim Einlaufen der Spieler die Kurve<br />
für eine Minute leuchten lässt<br />
sechshundert Stunden Arbeit für eine Minute<br />
das ist der Kick, eine Ekstase<br />
die Scheinwerfer, die einlaufenden Spieler, die Gesänge</p>
<p>*</p>
<p>Hampi treibt die Kurve an, er ist der Capo<br />
Hampi, das bin ich<br />
ich ging schon als kleiner Knirps an die Spiele<br />
die Geschichten, wie du aktiver Fan wirst, ähneln sich<br />
zuerst gehst du mit den Eltern in den blauen Sektor<br />
dann tastest du dich mit Kollegen heran an die Südkurve<br />
und irgendwann stehst du mittendrin<br />
jetzt sitze ich auf dem Gitter mit dem Megafon<br />
ich stimme die Lieder an, die ganze Kurve soll singen<br />
es ist eine Verpflichtung gegenüber der Mannschaft<br />
und die Mannschaft ist uns verpflichtet, dass sie kämpft<br />
eine Kurve, die unter einem Banner vereint singt<br />
das wäre der Traum<br />
wie in Italien<br />
wo fünftausend wie aus einer Kehle singen<br />
von Anpfiff bis Abpfiff</p>
<p>*</p>
<p>Der Moment beim Einlaufen der Spieler ist magisch<br />
zu Beginn der ersten Halbzeit oder der zweiten<br />
du stehst in der Kurve, plötzlich knallt es um dich herum<br />
die Kurve füllt sich mit dichtem Rauch<br />
und dem hellen Glühen der Seenotfackeln<br />
das Feuerwerk drückt die Hingabe der Kurve aus<br />
die Hingabe für die Mannschaft<br />
die Gesänge stimmen an<br />
die Kurve explodiert vor Leidenschaft, es ist magisch<br />
die Südkurve ist ein Kessel<br />
das Dach ist tief, und es ist bis weit nach vorne gezogen<br />
zwischen vorderem Ende der Tribüne und dem Zaun<br />
bleibt ein Meter Platz, wie ein Kanal ist das<br />
du stehst auf einer Stahlstangenkonstruktion<br />
vorne der Zaun zum Spielfeld, hinten zu den Schrebergärten<br />
du stehst auf Sand und Kies<br />
links und rechts die Bierstände und die Wurststände<br />
die Scheinwerfer, die Container, das Chaos<br />
die Zigaretten, die Holztribünen in den Sektoren<br />
woanders kämest du dafür ins Gefängnis<br />
wegen grober Fahrlässigkeit<br />
eine Holztribüne, alt und klapprig, auf der die Leute rauchen<br />
die herumgereichten Biere, die Schreie<br />
los Zelli, verdammt, lauf Zelli</p>
<p>*</p>
<p>Ich gehe seit der Meistersaison regelmässig<br />
und ich gehe seit 1987 regelmässig<br />
ich stehe seit zwölf Jahren in der Südkurve<br />
wir gründeten 2004 einen Fan-Dachverband<br />
um uns selbst zu stärken<br />
um das Verhältnis zum Verein zu verbessern<br />
Verein und Fans, das ist wie Tag und Nacht<br />
wir müssen um jeden Millimeter kämpfen<br />
wir müssen um Stehplätze im neuen Stadion kämpfen<br />
sie bauen ein Stadion, das auf VIPs ausgelegt ist<br />
und auf Konsumenten<br />
deshalb wollen sie keine Stehplätze<br />
im Espenmoos gab es keine VIP-Logen<br />
im Kopf hat sich das schon länger geändert<br />
wenn du in den Neunzigern mit dem Verein Ärger hattest<br />
dann bist du während des Spiels rüber auf die Haupttribüne<br />
und hast das diskutiert<br />
heute verkriecht sich der Präsident nach dem Spiel<br />
in der Loge mit Sponsoren</p>
<p>*</p>
<p>Der Verein sagt, Feuerwerk schadet uns<br />
wir müssen Bussen bezahlen<br />
wir sagen, diese Bussen sind zu verkraften<br />
der Verein schickte die Polizei in die Kurve<br />
wir haben zurzeit fünfzig Stadionverbote<br />
viele wegen Feuerwerk<br />
das ist der Punkt, an dem die Gespräche seit Jahren scheitern<br />
zwischen Ultras und Verein, die Feuerwerk-Frage<br />
der Verein sagt «Illegal»<br />
wir sagen «Illegal, aber&#8230;»<br />
die Südkurve ist das flammende Herz des Espenmoos<br />
der Tiefpunkt zwischen Verein und Fans des FC St.Gallen<br />
war ein Nachmittag im Jahr 2003<br />
der FCSG spielte an einem Dienstag oder Mittwoch<br />
ein Freundschaftsspiel gegen den FC Wil<br />
wir zündeten Feuerwerk<br />
der damalige Fanbeauftragte kam rüber zur Kurve und brüllte<br />
«Ihr seid sozialer Abschaum, wir wollen euch hier nicht»</p>
<p>*</p>
<p>Mitte der Neunziger war es noch erlaubt, Pyro zu zünden<br />
du bist ins Sekretariat des FC und hast gesagt<br />
«Ich habe hier dreissig Fackeln, die würde ich gerne zünden»<br />
und sie sagten «Okay»<br />
dann bist du mit dreissig Leuten auf das Feld<br />
und hast gezündet<br />
dann kam Ende der Neunziger das Sprengstoffgesetz<br />
und die Alten hörten auf, und die Jungen machten weiter</p>
<p>*</p>
<p>Wir finanzieren unsere Aktionen selbst<br />
die Farben, die Spraydosen, den Stoff für die Choreografien<br />
das kostet schnell mehr als tausend Franken<br />
wir finanzieren uns durch Spenden<br />
aber vor allem durch Fanartikel, die wir selbst produzieren<br />
Schals und Pullover und T-Shirts<br />
Alternativen zu den kommerziellen Angeboten des Vereins<br />
zu Axpo-Super-League-Aufnähern und Gate 24 und so weiter<br />
die Nachfrage ist enorm, der Erlös fliesst in die Fankasse<br />
Unabhängigkeit ist ein grosses Wort<br />
aber es ist der Ultra-Anspruch<br />
kein Sponsoring, keine Abhängigkeit<br />
keine dreizehn verschiedenen Anspielzeiten<br />
diktiert vom Schweizer Fernsehen und von SAT 1</p>
<p>*</p>
<p>Einige aus der Kurve gründeten 2006 eine U-21-Fankurve<br />
wir reisen an jedes Auswärtsspiel mit Fahnen und singen<br />
dreissig Leute singen für den St.Galler Nachwuchs<br />
der Trainer war davon so gerührt<br />
er hat uns Fans Schals geschenkt<br />
darauf steht «Fankurve U-21»<br />
wir sind per Du mit dem Trainer<br />
die Super-League ist für solch eine Nähe zu gross<br />
zu sehr muss man es den Sponsoren recht machen<br />
zu viel Geld, zu sehr AFG, und Ikea, und Champions League<br />
statt Nähe im Quartierstadion<br />
was sind schon 30’000 Franken für Bussen wegen Feuerwerk<br />
in einem Millionenbudget</p>
<p>*</p>
<p>Das St.Galler Tagblatt hat vom Krieg geschrieben<br />
wie im Krieg sei es gewesen<br />
als St.Galler Fans die Luzerner Fans<br />
beim Bahnhof St.Fiden angriffen<br />
«Pyros und Gewalt ist dasselbe», behaupten die Medien<br />
dabei sind selbst die Fans, die Feuerwerk zünden<br />
und die Hooligans, nur manchmal dieselben<br />
viele Ultras in der Schweiz lehnen Gewalt ab<br />
Hooligans gab es schon immer, schon bevor im Espenmoos<br />
die erste Rauchpetarde gezündet wurde</p>
<p>*</p>
<p>1978 gründeten wir «Super-Green»<br />
den ersten inoffiziellen Fanclub im Espenmoos<br />
wir waren befreundet mit den Zürchern<br />
nur mit den Baslern hatte man es gar nicht gut<br />
der FC Basel hat auf die Eintrittskarten geschrieben<br />
«Betreten des Stadions auf eigene Gefahr»<br />
während dem Spiel kamen die Basler<br />
«Red Blue Army» hiessen die<br />
zusammen mit Schaffhausern und stürmten den Block<br />
schlugen auf alle ein, die rumstanden<br />
Der FCSG gewann einmal im St.Jakob-Park 4:0<br />
ich sang «O o o, die Basler sind k.o»<br />
ich sah nicht, dass hinter mir zwanzig Basler standen<br />
«Mal schauen, wer hier K.O. ist», sagten sie<br />
und ich landete im Krankenhaus<br />
Basel war schon immer so<br />
wenn du mit zwanzig Leuten gekommen bist<br />
dann kamen sie mit zweihundert<br />
die Stadtpolizei hat das Olma-Spiel gegen Basel abgeschafft<br />
das Spiel am Olma-Samstag war früher immer das Basel-Spiel<br />
aber die Basler haben getrunken und gefeiert<br />
und in den Olma-Hallen St.Galler verprügelt<br />
und den Jahrmarkt demoliert</p>
<p>*</p>
<p>Damals in den Achtzigern und auch Anfang der Neunziger<br />
war die Kurve klar rechts<br />
das hat die Kurven trotz Rivalität verbunden<br />
dass sie alle Rechts waren<br />
wir waren keine Neonazis, wir waren nicht Deutsch-Rechts<br />
da fällt mir Magdeburg ein<br />
zu sechst fuhren wir ans Auswärtsspiel<br />
Magdeburg gehörte damals noch zur DDR<br />
die Zollkontrolle dauerte sechs Stunden<br />
der FCSG spielte im europäischen Wettbewerb<br />
das Stadion war voller russischer Soldaten<br />
die Jungen in der DDR waren irre vom System<br />
oben sassen russische Soldaten<br />
und unten machte die ganze Fankurve den Hitlergruss<br />
Wir selbst waren vor allem gegen die Ausländer<br />
wir warfen im Espenmoos Bananen auf das Spielfeld<br />
sangen «Eine U-Bahn eine U-Bahn eine U-Bahn bauen wir<br />
von Basel bis nach Auschwitz»<br />
und «Im Gegensatz zu euch – wir sprechen deutsch»<br />
und «Trabazonspor, Besiktas, Galatasaray<br />
Fenerbahce Istanbul, wir hassen die Türkei»<br />
das waren Fangesänge der Achtziger und auch der Neunziger<br />
der Südkurve im Espenmoos</p>
<p>*</p>
<p>Das änderte sich unter anderem mit den Ultras<br />
es kamen Ausländer und Linke und Rechte<br />
ein völliges Durcheinander herrschte plötzlich<br />
die Parole in St.Gallen ist heute «Keine Politik in der Kurve»<br />
die politische Einstellung muss der FC St.Gallen sein<br />
nur so können wir eine starke Kurve werden<br />
einige wollen in der Kurve ein Transparent gegen Rassismus<br />
das müsse der kleinste gemeinsame Nenner sein<br />
FC St.Gallen und Antirassismus<br />
ich finde, das ist doch bereits wieder Politik<br />
nein, da bin ich anderer Meinung<br />
doch, das ist Politik<br />
der U-Bahn-Gesang wäre heute sowieso nicht mehr möglich<br />
nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei<br />
stimmten sie im oberen Teil der Kurve das Türken-Lied an<br />
unten drehten sich die Leute um und buhten<br />
und zeigten den gestreckten Mittelfinger<br />
und einige riefen «Wir kommen rauf<br />
noch ein Wort, und wir kommen rauf»<br />
dafür haben dann die Linken kurz vor der Abstimmung<br />
zum Asyl- und Ausländergesetz ein Transparent gehisst<br />
«Zweimal Nein», stand drauf und ausgerechnet an jenem Tag<br />
hat Schützengarten Werbefotos von der Kurve geschossen<br />
auf den Plakaten, die dann monatelang in der Stadt hingen<br />
sahst du die feiernde Südkurve, und vorne leuchtete<br />
«Zweimal Nein»<br />
der Dachverband war stocksauer, alle waren sauer<br />
selbst linke Fans waren sauer<br />
es geht um Fussball<br />
nicht um den anderen Dreck, um den es die ganze Zeit geht</p>
<p>*</p>
<p>Die Rede war vom Krieg<br />
davon hat das St.Galler Tagblatt geschrieben<br />
nach dem Heimspiel gegen Luzern im Frühling 2007<br />
die Luzerner waren vom Bahnhof zum Stadion gelaufen<br />
St.Galler stürmten heran, dieses Theater hast du immer<br />
du hast es gegen Schaffhausen und Aarau und Luzern<br />
auswärts greifen dich die Hooligans der Heimmannschaft an<br />
weil in St.Gallen die lokalen Hooligans sie angegriffen haben<br />
oder umgekehrt<br />
so geht das hin und her, es hört nicht auf<br />
Krieg ist das bei Weitem nicht, aber es ist zermürbend<br />
es geht um meine Stadt gegen deine Stadt<br />
«Scheiss Aarauer Rüeblifresser!»<br />
es ist Hass und Gewalt, es hat keinen Charme und Witz<br />
aber du hast einen Faktor, der dabei unterschätzt wird<br />
abgesehen vom Alkohol und dem Kokain<br />
der Kokainkonsum ist in Schweizer Stadien populär geworden<br />
aber ich rede von der Masse, die plötzlich in Fahrt gerät<br />
plötzlich verlieren ruhige Typen die Kontrolle<br />
es knallt, dann hast du Tränengas und Wut<br />
und die Masse kommt in Bewegung<br />
das kannst du niemandem erklären, der es nicht erlebt hat<br />
einmal bin ich von einem Spiel nach Hause gekommen<br />
ich war völlig aufgelöst, ich fragte mich selbst<br />
«Wie konnte die Situation nur derart eskalieren?»<br />
am nächsten Morgen beim Essen ging das nicht<br />
Essen ging nicht<br />
ich ging zum Arzt, und der Arzt sagte «Kieferbruch»</p>
<p>*</p>
<p>Die Luzerner hatten uns in ihrer Stadt angegriffen<br />
sie warfen Steine auf unsere Busse<br />
in St.Gallen zündete ich eine Fackel<br />
und warf sie mitten in die Luzerner Fans<br />
die Luzerner liefen vom Bahnhof St.Fiden zum Stadion<br />
ich warf die Fackel aus Rache<br />
denn in Luzern hatte ich einem, der auf mich zugestürmt war<br />
eine geknallt und bekam dabei einen Pflasterstein ab<br />
die Narbe habe ich immer noch<br />
nun kam alles mögliche geflogen<br />
Bierflaschen und Steine und meine Fackel<br />
die Luzerner waren gute Leute<br />
das hast du schon an ihrer Haltung gemerkt<br />
die haben Kampfsporterfahrung<br />
also bin ich gerannt, die hätten mich massakriert<br />
ich kassierte nur ein paar Tritte in den Rücken<br />
nur der Fanspezialist der St.Galler Stadtpolizei<br />
der das ganze beobachtet hatte, er rannte zu langsam<br />
die Luzerner packten ihn zu dritt<br />
knallten ihn gegen ein Auto und schlugen ihn zusammen</p>
<p>*</p>
<p>Die Fanbullen kennt man<br />
du gehst mit denen ab und zu ein Bier kippen<br />
schon früher war das so, und der eine hatte eine Tochter<br />
und mit der hast du rumgemacht<br />
aber die machen ihren Job trotzdem, das war schon immer so<br />
der Bulle säuft mir dir rum<br />
und am Wochenende sieht er dich in der Nähe des Bahnhofes<br />
und er weiss, du bist nur wegen dem Ärger da<br />
und dann kriegst du eine Anzeige wegen Landfriedensbruch<br />
und Stadionverbot von deinem Saufkumpel</p>
<p>*</p>
<p>Es gab schon immer viel Gewalt rund um Fussballspiele<br />
die Gewalt ist heute nicht heftiger, aber häufiger<br />
damals, 1982, rannte einer gegen YB auf das Spielfeld<br />
er schlug den Schiedsrichter nieder<br />
die Polizei hat einen Schäferhund losgelassen<br />
der Hund rannte auf das Feld und war völlig verwirrt<br />
und biss den Gisinger in den Arsch<br />
der Gisinger war ein St.Galler Verteidiger<br />
dann kam 1985 die Sache mit dem Helikopter<br />
St.Gallen hatte mehrere Spiele unglücklich verloren<br />
dann verloren wir auch gegen Xamax<br />
wir alle waren uns einig, dass der Schiedsrichter schuld ist<br />
wir versammelten uns vor dem Ausgang<br />
Leute von der Haupttribüne, von überall<br />
kamen und brüllten «Komm raus, du Sau!»<br />
die Polizei hat alles abgesperrt und die Rega angefordert<br />
die Rega ist mit dem Helikopter in das Stadion geflogen<br />
und hat den Schiedsrichter nach Gossau geflogen<br />
dort wartete einer mit dem Auto des Schiedsrichters<br />
und dort ist er eingestiegen und heimgefahren<br />
der «Blick» hat zehntausend Franken für ein Bild geboten<br />
aber dieses Bild vom Helikopter, der im Espenmoos landet<br />
dieses Bild gibt es nicht<br />
aber wenn du «Globi bei der Rega» liest, dort ist es verewigt<br />
dort fliegt Globi mit der Rega los<br />
und evakuiert einen Schiedsrichter aus einem Fussballstadion</p>
<p>*</p>
<p>Es war 2003, da hat es bei vielen Leuten Klick gemacht<br />
Zürcher tauchten in Schaffhausen auf<br />
und verprügelten vor den Augen aller einen alten St.Galler<br />
wir haben uns gesagt, es kann doch nicht sein<br />
dass wir quer durch die Schweiz reisen<br />
und ständig verprügelt werden<br />
wenn wir eine starke Kurve sein wollen<br />
dann ist es nötig, dass wir Leute in unseren Reihen haben<br />
die keine Angst davor haben, angegriffen zu werden<br />
so läuft es ab an Fussballspielen<br />
du läufst zum Bahnhof, zum Beispiel in Schaffhausen<br />
plötzlich bist du umringt von einheimischen Schlägertypen</p>
<p>*</p>
<p>Wer keine Gewalt sucht, der kommt um die Gewalt herum</p>
<p>*<br />
Ich verliess den Hardturm<br />
ich trug die Zaunfahne unserer Gruppierung im Rucksack<br />
die Leute vom GC müssen das irgendwie gesehen haben<br />
sie kamen auf mich los, dreissig Leute prügelten auf mich ein<br />
ich liege am Boden, und sie schlagen und treten<br />
und entreissen mir den Rucksack mit der Zaunfahne<br />
es gibt Ultragruppen, die sich auflösen<br />
wenn sie ihre Zaunfahne verlieren<br />
wir haben das nicht getan<br />
wenn wir in Zürich sind, ist das immer ein Spiessrutenlauf<br />
die Zürcher marschierten später mit unserem Fetzen<br />
durch St.Gallen und verbrannten ihn</p>
<p>*</p>
<p>Ich suchte den Ärger<br />
ich stand vor dem Espenmöösli, der Beiz beim Gästesektor<br />
und als die Fans des FC Lugano aus dem Bus stiegen<br />
brüllte ich «Scheiss Lugano»<br />
sie kamen rüber und schlugen mich mit Knüppeln zusammen<br />
das war 1998<br />
später fuhren wir zu zehnt zum Cupfinal<br />
haben in Bern betrunken «St.Gallen» gebrüllt<br />
wir prügelten uns und wurden verhaftet<br />
ich hörte den Cupfinal im Radio im Berner Knast<br />
doch ein Stadionverbot würde ich nicht aushalten<br />
das Espenmoos ist mein zweites Zuhause<br />
ich kenne viele, die wurden beim Zündeln gesehen<br />
Wochen später kriegten sie einen Brief vom Verein<br />
dass sie für die nächsten zwei Jahre nicht mehr rein dürfen<br />
in kein Fussballstadion der NLA und der NLB<br />
der Super League und der Challenge League<br />
ich würde sterben, abstürzen auf Drogen<br />
ich wüsste nicht, was ich tun würde<br />
wenn ich nicht mehr ins Stadion dürfte</p>
<p>*<br />
Fussball, es geht einzig und allein um Fussball<br />
den FCSG unterstützen, wo es nur geht<br />
daheim und auswärts, ob in Basel oder Thun oder Einsiedeln<br />
oder im Espenmoos<br />
wenn ich im Extrazug an ein Spiel reise<br />
ist mir schlecht vor Nervosität<br />
es ist ein unbeschreibliches Gefühl<br />
wenn du mit einem Mob aussteigst<br />
zum Beispiel in Schaffhausen<br />
wir tragen eine Blockfahne vorneweg, zünden Feuerwerk<br />
der Capo stimmt durch das Megafon Lieder an<br />
dann bekomme ich Gänsehaut, darauf kommt es an<br />
zusammenstehen, und den Verein präsentieren</p>
<p>*</p>
<p>Banker, Arbeitsloser, 1000-Franken-Job-Programm<br />
Lehrling, Student, Maurer, Betreibungsbeamtin<br />
Automechaniker, Historiker, Buchhändler<br />
Event-Manager, Unternehmer, Verkäufer<br />
Grafiker, Reporter, Metzger, Bürofrau, Pöstler<br />
Ein beruflicher Querschnitt durch die St.Galler Ultraszene<br />
16 bis 34 Jahre alt<br />
Schweizer, Kroaten, Brasilianer, Serben,<br />
Italiener, Spanier, Portugiesen, Deutsche<br />
die seit achtzehn Jahren fast jedes Spiel besuchen<br />
oder seit fünfzehn Jahren<br />
viele von ihnen mehr als die Hälfte ihres jungen Lebens<br />
es gibt junge St.Galler, die sind so fussballverrückt<br />
die sind als Kind nicht in einen Topf Zaubertrank gefallen<br />
sondern in einen Topf Fussball<br />
einer von den «Green-Fires» reist neben den FCSG-Spielen<br />
seit Jahren an fast jedes Spiel von Atalanta Bergamo<br />
und manchmal an einem Mittwoch nach Österreich<br />
oder Hamburg<br />
zwanzig Stunden Zugreise für ein Fussballspiel<br />
von jedem Spiel schreibt er in A5-Heften einen Spielbericht<br />
klebt Fotos ein und bewertet die Stimmung<br />
es sind mehr als zehn Hefte inzwischen<br />
es ist schon jetzt ein kleines Vermächtnis</p>
<p>*</p>
<p>Ich habe das Referendum gegen die Verschärfungen im<br />
Bundesgesetz zur Wahrung der inneren Sicherheit<br />
Hooligangesetz genannt, mitorganisiert<br />
fast wäre das Referendum zustande gekommen<br />
doch es war ein Totschlagwort<br />
Hooligangesetz<br />
wer ist nicht auch gegen Hooligans<br />
dabei trifft das Gesetz vor allem jene<br />
die damit nichts zu tun haben<br />
es ist wichtig, dass wir aktiven Fans uns engagieren<br />
auch gegen Repression<br />
die Vereine sagen, dass ein Stadion privater Grund ist<br />
und öffnen der Willkür dadurch Tür und Tor<br />
sie können machen, was sie wollen<br />
und brauchen es nicht zu begründen<br />
und können dafür sogar noch die Polizei aufbieten<br />
privater Grund, öffentlicher Grund, wie es gerade recht ist<br />
deswegen bin ich engagiert bei einer<br />
Organisation gegen willkürliche Stadionverbote<br />
mit Fans des FC Zürich, FC Basel, FC Luzern<br />
FC Winterhur, Grasshoppers, Young Boys und anderen<br />
dieses Engagement<br />
ist auch aus einem anderen Grund wichtig<br />
es zeigt, dass in St.Gallen nicht alle das Gefühl haben<br />
die Schweiz hört in Winterthur auf<br />
du liebst St.Gallen, trinkst Bier mit einem vom FC Sion<br />
und von den Young Boys und wohnst mit einem vom FCZ</p>
<p>*</p>
<p>Noch nie war die Kurve so gut, so vereint<br />
so leidenschaftlich<br />
der Verein spielte in den letzten Jahren Trümmerfussball<br />
doch die Stimmung war oft wild und laut und gut<br />
Gesänge und Fahnen und Choregrafien<br />
das macht eine gute Kurve aus<br />
vor allem Gesänge, die Gesänge sind das Wichtigste<br />
viele fahren mit dem Car zum Auswärtsspiel<br />
das ist nicht gut für die Einheit der Kurve<br />
vielleicht sind wir gebrannte Kinder<br />
immer wieder kamen wir unter die Räder<br />
verprügelt von Fans, auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion<br />
doch irgendwie muss das wieder möglich sein<br />
ein geeintes Auftreten an jedem Spieltag<br />
eine wilde, urbane und ernst zu nehmende Kurve</p>
<p>*</p>
<p>Wenn du als neue Fangruppe auftrittst<br />
machst du dir als erstes einen Teil der Kurve zum Feind<br />
weil du jung bist und voller Feuer und Leidenschaft<br />
und neuen Schwung bringst, der den Alten suspekt ist<br />
neue Gesänge, Rauch und Feuerwerk<br />
doch ein zwei Jahre später bist du als Gruppe in der Krise<br />
die Hälfte deiner Mitglieder ist aus dem Stadion geflogen<br />
so erging es den «Green-Fires», den «Jokers», «Green-Flash»<br />
«Kurve-Süd», «Green-Power», den Autonomen<br />
und dann musst du ein, zwei Jahre warten<br />
bis die Stadionverbote aufgehoben werden<br />
dann siehst du, wer es mit dem Fantum ernst gemeint hat<br />
wer nach einem Stadionverbot zurückkommt, meint es ernst<br />
von denen, die zurückkommen<br />
haben die meisten eine Wandlung durchgemacht<br />
sie sind vorsichtiger geworden<br />
nicht mehr gleich alle auf den Zaun klettern<br />
und Feuerwerk zünden bei jedem Spiel<br />
natürlich gibt es auch Ausnahmen<br />
richtig Verrückte, die sich nicht brechen lassen<br />
denen ein Stadionverbot egal ist<br />
die seit zehn Jahren leidenschaftlich den FCSG verfolgen<br />
und davon fünf Jahre ausserhalb des Stadions<br />
solche Leute gibt es auch, sie verdienen Respekt<br />
weil sie nicht jene sind, die zu den Jungen sagen:<br />
«Früher war ich wild, heute bin ich nicht mehr so,<br />
auch du wirst diese Veränderung durchmachen»<br />
sondern immer weiter machen, weiter kämpfen<br />
und wild bleiben für den FCSG</p>
<p>*</p>
<p>2005 verloren wir die Kontrolle<br />
die Hälfte der aktuellen rund fünfzig Stadionverbote<br />
die zurzeit gegen St.Galler Fans ausgesprochen sind<br />
gehen auf einen Sonntag im Herbst 2005 zurück<br />
der FC St.Gallen spielte gegen Xamax<br />
das Spiel fand in La Chaux-de-Fonds statt<br />
in Neuenburg wurde damals ein neues Stadion gebaut<br />
St.Gallen gewann, das besserte die Stimmung der Fans nicht<br />
bereits vor dem Spiel war es zu Rangeleien gekommen<br />
mit der Polizei, mit dem Sicherheitspersonal<br />
einige stürmten in die Kurve, ohne zu bezahlen<br />
einige Leute waren überdreht und niemand war da<br />
ein Fanarbeiter etwa, um die Situation zu beruhigen<br />
eine Woche zuvor waren wir angegriffen worden<br />
in Aarau war das, und so ist es dort meistens<br />
jeder weiss es, du gehst nach Aarau und wirst angegriffen<br />
wir wissen das, die Polizei weiss es<br />
und es passiert trotzdem immer wieder<br />
wir hatten uns erfolgreich gewehrt, wir waren noch alle high<br />
die Bilanz des Tages in La Chaux-de-Fonds<br />
24 Verhaftete, 24 Stadionverbote</p>
<p>*</p>
<p>Wir kamen aus dem Stadion<br />
die Polizei hatte die Strasse abgesperrt<br />
sofort flogen Steine und Flaschen<br />
wir haben sie zugedeckt mit allem was rumlag<br />
sie schossen Tränengas und trieben uns zum Bahnhof<br />
wir sind ausgerastet, haben alles kurz und klein geschlagen<br />
den Weg zum Bahnhof, den Bahnhof<br />
den Kiosk, die Uhr, das Büro auf dem Perron<br />
wir bewarfen die Polizei mit Schottersteinen<br />
der Zug fuhr nicht los, und dann stürmte die Polizei den Zug<br />
ich hielt mich an einer Stange fest<br />
sie haben mir immer wieder zwischen die Beine getreten<br />
damit ich die Stange loslasse<br />
und sie haben mit Schlagstöcken auf die Beine geschlagen<br />
und auf den Kopf<br />
und mir Pfefferspray in die Augen gesprüht<br />
sie haben mich aus dem Zug gezerrt<br />
und mir mit Kabelbindern die Hände gefesselt<br />
sie haben mich und einen anderen Gefesselten<br />
eine steile Rampe heruntergeworfen<br />
ich klatschte mit dem Gesicht auf den Boden<br />
beim Verhör weigerten sie sich, deutsch zu sprechen<br />
und wir konnten kein Französisch<br />
wir unterschrieben Sachen, die wir nicht verstanden<br />
und wurden verurteilt wegen<br />
Landfriedensbruch und Gewalt und Drohung gegen Beamte<br />
und Sachbeschädigung<br />
ein Kommandant der Polizei kam zu mir in die Zelle und sagte<br />
«La Chaux-de-Fonds ist eine solch friedliche, schöne Stadt<br />
warum zerstört ihr ausgerechnet La Chaux-de-Fonds?»<br />
und ich sagte «Ich weiss es auch nicht»</p>
<p>*</p>
<p>Für uns Fans müsstest du kein neues Stadion bauen<br />
zumindest nicht dort draussen im Westen im Niemandsland<br />
das neue Stadion ist ein VIP-Stadion<br />
wir haben uns lange gefragt<br />
warum bauen die das Dach so hoch im neuen Stadion<br />
es ist fast dreissig Meter hoch, wir haben den Verein gefragt<br />
«Warum baut ihr das Dach so hoch?»<br />
wir bekamen nie eine Antwort, jetzt wissen wir warum<br />
sie haben kürzlich ein neues Baugesuch eingereicht<br />
für zusätzliche VIP-Logen<br />
sie passen perfekt in den leeren Raum unter dem Stadiondach<br />
sie wollen im neuen Stadion ein neues Publikum<br />
wollen möglichst viele Gönner<br />
St.Gallen baut ein neues Stadion und es gibt keine Fankneipe<br />
aber sechs Restaurants für Gönner und Logen für Sponsoren<br />
du baust ein neues Stadion und vergisst die Fankneipe</p>
<p>*</p>
<p>Das neue Stadion kann auch eine Chance sein<br />
um alte Strukturen aufzubrechen<br />
das Espenmoos ist mein zweites Zuhause<br />
ich gehe seit achtzehn Jahren hin<br />
ich seit fünfzehn, und ich war in vielen Stadien<br />
kaum eines ist ein solch vollendetes Fussballstadion<br />
wie das Espenmoos<br />
der Kessel, die Nähe zum Spiel, der Charme<br />
ich bekomme Gänsehaut, und trotzdem<br />
kann die Arbonia-Forster-Gruppe-Arena eine Chance sein<br />
die Karten werden neu verteilt<br />
wir aktiven Fans müssen die Kurve übernehmen<br />
die Plätze besetzen von Anfang an<br />
so dass wir neunzig Minuten lang singen<br />
dass jene, die hinter dem Tor stehen, wissen<br />
warum sie hier stehen<br />
um den Verein leidenschaftlich zu unterstützen<br />
wenn die Kurve hinter dem Tor nicht einfach zum Ort<br />
mit den billigsten Sitzplätzen im Stadion wird<br />
sondern zur lauten Stehplatzkurve<br />
dann können die aktiven Fans den Traum umsetzen<br />
von einer noch lebendigeren und noch lauteren<br />
und noch wilderen Kurve für den FC St.Gallen</p>
<p>*</p>
<p><em>Daniel Ryser, 1979, ist Reporter bei der Wochenzeitung (WOZ) in Zürich.</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em><img class="aligncenter size-full wp-image-4672" title="FCSG_Espenmoos_Postkarte_1914_v" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2011/01/FCSG_Espenmoos_Postkarte_1914_v1.tiff" alt="" /><br />
</em></p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4663&amp;md5=ce73c3f6b25d9fdfebb78febb981dca3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2011/01/03/sudkurven-gesang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>«Feld-Wald-Wiese» auf FM4&#8230;</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/12/25/feld-wald-wiese-auf-fm4/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/12/25/feld-wald-wiese-auf-fm4/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 13:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nationofswine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Echtzeit Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Feld-Wald-Wiese]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=4642</guid>
		<description><![CDATA[<p>&#8230; was uns als alte FM-Hörer natürlich sehr gefreut hat: <a href="http://fm4.orf.at/stories/1671086/" target="_blank">Hier</a>.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; was uns als alte FM-Hörer natürlich sehr gefreut hat: <a href="http://fm4.orf.at/stories/1671086/" target="_blank">Hier</a>.</p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=4642&amp;md5=31d07a4a860e7868561c19728e8c29c9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/12/25/feld-wald-wiese-auf-fm4/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Italiens neuer Staatsfeind Nummer 1 versteckte sich im Busmotor</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/10/13/italiens-neuer-staatsfeind-nummer-1-versteckte-sich-im-busmotor/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/10/13/italiens-neuer-staatsfeind-nummer-1-versteckte-sich-im-busmotor/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 12:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Ryser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=3757</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Anführer der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KCDcImnnfF4" target="_blank">Roter-Stern-Belgrad-Hooligans</a>, welche am Dienstag Abend den Abbruch des EM-Qualifikationsspiels Italien gegen Serbien erzwangen, ist gefasst (siehe Bilderabfolge). Nach Abbruch des Spiels kam es – <a href="http://www.youtube.com/watch?v=B0vt4XJS7mY" target="_blank">hier der Link zu Sky-TV</a> – vor dem Stadion zu heftigen Ausschreitungen. Auf den Sky-Bildern ist unter anderem zu sehen, wie die Polizei die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Anführer der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KCDcImnnfF4" target="_blank">Roter-Stern-Belgrad-Hooligans</a>, welche am Dienstag Abend den Abbruch des EM-Qualifikationsspiels Italien gegen Serbien erzwangen, ist gefasst (siehe Bilderabfolge). Nach Abbruch des Spiels kam es – <a href="http://www.youtube.com/watch?v=B0vt4XJS7mY" target="_blank">hier der Link zu Sky-TV</a> – vor dem Stadion zu heftigen Ausschreitungen. Auf den Sky-Bildern ist unter anderem zu sehen, wie die Polizei die serbischen Anhänger nach Spielabbruch daran hindert, ihre Busse zu besteigen. Der Anführer selbst hatte sich offenbar im Motorhohlraum eines Busses versteckt, ehe er gefasst wurde. Was ihm droht, ist noch nicht klar. Aber wer die Italiener kennt (etwa von den G-8-Berichten aus dem Jahr 2001), weiss, das wird für den Mann relativ unangenehm. Die italienische Presse bezeichnet den Hooligan, der zuerst mit einem Werkzeug fachmännisch das Sicherheitsnetz zerschnitt und dann eine Albanien-Flagge verbrannte, unter anderem als «Bestie von Genua» und, in Anlehnung an seinen Vornamen, als «Ivan den Schrecklichen». Die Gesichtsvermummung wird dem serbischen Nationalisten aufgrund seiner tätowierten Unterarme nichts nützen – auffällig etwa ist die Zahl 1389, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_auf_dem_Amselfeld_(1389)" target="_blank">das Jahr der Amselfeld-Schlacht</a>. Wie sagte doch Rapper Snoop Dogg: «Never do a tattoo, that’s how they get you». Als alte Optimisten gewinnen wir auch dieser Sache eine gute Seite ab. Wir sagen: Alex Frei, Kopf hoch. In der Schweiz wird man bloss ein wenig ausgepfiffen, wenn einen die Fans nicht mögen.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>UPDATE:</strong></span><strong> </strong><span style="color: #ff0000;"><strong>DETAILLIERTER BERICHT DER VERHAFTUNG / ITALIENISCHE PRESSESCHAU:</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>+++ «Gewalttätige – vom Fussball angezogen wie einst die Barbaren von Rom» (Tuttosport) +++<br />
+++ «In Osteuropa, von Polen bis Ungarn, von Serbien bis Russland, wachsen in den Stadien ultranationalistische und neonationalsozialistische Gruppen. Bei der nächsten EM wird es voraussichtlich wenig Spass geben.» (Repubblica) +++<br />
+++ «Serbiens Fussball ist in Genua gestorben. Unser Land wurde durch wilde Hooligans blamiert.»<br />
(Kurir, Serbien) +++<br />
+++ «Eine Parade der Schande und der Angst» (Sportski Zurnal, Serbien) +++</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ein detaillierter Bericht der Verhaftung findet sich hier, in der <a href="http://english.gazzetta.it/Football/13-10-2010/-man-black-arrested-711450425538.shtml" target="_blank">englischen Version der «Gazzetta dello Sport»</a>. Das Blatt schreibt zudem in seiner <strong>Print-Ausgabe</strong>: «Bestien! Nationalistische Hooligans lösen Chaos in Genua aus. Ausschreitungen, Verletzte und Festnahmen in der langen Nacht im Marassi-Stadion. Die italienische Nationalmannschaft im Bann serbischer Nationalisten. Was sich in Genua abgespielt hat, ist eine ultranationalistische Demonstration.» Der <strong>«Corriere dello Sport»</strong> meint, die Vorgänge seien für Italien einmalig: «Hölle in Genua. Ein Stadion und ein ganzes Land im Bann serbischer Hooligans. So etwas war in 100 Jahren Geschichte der italienischen Nationalmannschaft noch nie geschehen. Es gibt keine Worte, um die Schande der gestrigen Ereignisse zu beschreiben. Ein ganzes Stadion im Bann von cirka 100 Serben, die mit Zangen die Absperrungen in Richtung Rasen zu durchbrechen versuchten, Tränengas auf das Spielfeld warfen und die Polizei provozierten.» Die Zeitung <strong>«Tuttosport»</strong> sieht Verbindungen zum Römischen Imperium: «Serbische Schande! Der Wahnsinn einiger serbischer Hooligans erzwingt einen Spielabbruch. Ausschreitungen und Festnahmen bis tief in die Nacht. Eine Gruppe von Gewalttätigen genügt, und die Zivilgesellschaft muss kapitulieren. Polizei, der Staat, die Uefa, die EU? Alle machtlos vor Gewalttätigen, die vom Fussball angezogen sind wie einst die Barbaren von Rom.» <strong>Repubblica</strong> schreibt: «Das ist ein schwerer Schlag für den kranken Fussball. In Osteuropa, von Polen bis Ungarn, von Serbien bis Russland, wachsen in den Stadien ultranationalistische und neonationalsozialistische Gruppen. Bei der nächsten EM wird es voraussichtlich wenig Spass geben. Andere Sportarten haben das Phänomen der Gewalt isolieren und heilen können. Der Fussball nicht.»</p>
<div id="attachment_3758" class="wp-caption alignright" style="width: 565px"><img class="size-large wp-image-3758" title="Serbia-01" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/10/Serbia-01-555x331.jpg" alt="" width="555" height="331" /><p class="wp-caption-text">Genua: Strassenschlacht vor dem Spiel.</p></div>
<div id="attachment_3760" class="wp-caption alignright" style="width: 475px"><img class="size-full wp-image-3760" title="Serbia-02" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/10/Serbia-02.jpg" alt="" width="465" height="349" /><p class="wp-caption-text">Im Stadion: Ivan zerschneidet fachmännisch das Netz...</p></div>
<div id="attachment_3761" class="wp-caption alignright" style="width: 565px"><img class="size-large wp-image-3761" title="Serbia-03" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/10/Serbia-03-555x326.jpg" alt="" width="555" height="326" /><p class="wp-caption-text">... grüsst den Führer... </p></div>
<div id="attachment_3762" class="wp-caption alignright" style="width: 565px"><img class="size-large wp-image-3762" title="A supporter of Serbia's soccer team burns an Albanian flag before the Euro 2012 qualifying soccer match between Italy and Serbia in Genoa" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/10/Serbia-04-555x407.jpg" alt="" width="555" height="407" /><p class="wp-caption-text">... und verbrennt eine Albanien-Flagge...</p></div>
<div id="attachment_3763" class="wp-caption alignright" style="width: 565px"><img class="size-large wp-image-3763" title="ITALIA-SERBIA INCIDENTI NELLA NOTTE" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/10/Serbia-05-555x418.jpg" alt="" width="555" height="418" /><p class="wp-caption-text">... bevor er morgens um drei von der italienischen Polizei abgeführt wird. </p></div>
<div id="attachment_3764" class="wp-caption alignright" style="width: 565px"><img class="size-large wp-image-3764" title="Bild 2" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/10/Bild-21-555x243.png" alt="" width="555" height="243" /><p class="wp-caption-text">Der Mann schmückt heute fast sämtliche Frontseiten der italienischen Zeitungen und die Top-Spalten der Online-Portale. Italien, selbst ein Land, in dem es beim Fussball regelmässig zu schweren Krawallen kommt, ist sich in seiner Empörung einig.</p></div>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3757&amp;md5=446642419be39661e3a0d97bf091328b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/10/13/italiens-neuer-staatsfeind-nummer-1-versteckte-sich-im-busmotor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hooligans reloaded: Fussball vs. Schwingen</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/09/08/hooligans-reloaded-fussball-vs-schwingen/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/09/08/hooligans-reloaded-fussball-vs-schwingen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 09:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar Acosta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=3147</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich war mir zuerst nicht sicher, ob es eigentlich schon immer so war: Dass die Journalisten bei jedem Eidgenössischen Schwingfest wegen dieser <a href="http://www.weltwoche.ch/weiche/artikel-fuer-abonnenten.html?hidID=539129" target="_blank">«nationalsten Sportart»</a> (Weltwoche) im Kollektiv ejakulierten … Dass die Journalistinnen sich jedesmal nach dem «archaisch Männlichen» (Tagi, nicht online verfügbar) lechzten und Schwingen als Schulfach einführen wollten … Dass Chefredaktoren in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war mir zuerst nicht sicher, ob es eigentlich schon immer so war: Dass die Journalisten bei jedem Eidgenössischen Schwingfest wegen dieser <a href="http://www.weltwoche.ch/weiche/artikel-fuer-abonnenten.html?hidID=539129" target="_blank">«nationalsten Sportart»</a> (Weltwoche) im Kollektiv ejakulierten … Dass die Journalistinnen sich jedesmal nach dem «archaisch Männlichen» (Tagi, nicht online verfügbar) lechzten und Schwingen als Schulfach einführen wollten … Dass Chefredaktoren in Videokommentaren die «hervorragende Organisation» lobten …</p>
<p>Aber dann glaubte ich mich zu erinnern, dass das nicht immer so war. Und umso mehr hat es mich gefreut, als ich vor einigen Minuten auf den <a href="http://substanz.skroll.ch/?p=1957" target="_blank">Blogeintrag des Nachbars</a> gestossen bin. Es spielt eigentlich keine Rolle, ob es früher anders oder besser oder schlechter oder wasauchimmer war. Dieses Jahr war das Schwingerfest jedenfalls so:</p>
<p><a href="http://substanz.skroll.ch/?p=1957"><img class="aligncenter size-large wp-image-3148" title="schwingfest" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/09/schwingfest-555x416.jpg" alt="" width="555" height="416" /></a></p>
<p><a href="http://substanz.skroll.ch/" target="_blank">via: <strong>Substanz-Blog</strong><br />
</a></p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3147&amp;md5=8fa0515d1447b1d30f2aa840ece8b434" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/09/08/hooligans-reloaded-fussball-vs-schwingen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fliegende Stühle, krachende Fäuste</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/09/07/fliegende-stuhle-krachende-fauste/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/09/07/fliegende-stuhle-krachende-fauste/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 23:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raoul Duke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=3125</guid>
		<description><![CDATA[<p>Fussball, EM-Qualifikation Schweiz &#8211; England: Weil der <a href="http://www.easyjet.com/asp/DE/Flugbuchung/index.asp?lang=de" target="_blank">Easy Jet</a>-Flug von der Insel nach Zürich offenbar günstiger ist als jener nach Basel, tummelten sich am Montag Abend im Zürcher Niederdorf diverse erlebnisorientierte Fans von der Insel. So endete das Montagabend-Bier mit einer Flucht in einen Hauseingang, während sich in den Gassen Anhänger beider Mannschaften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fussball, EM-Qualifikation Schweiz &#8211; England: Weil der <a href="http://www.easyjet.com/asp/DE/Flugbuchung/index.asp?lang=de" target="_blank">Easy Jet</a>-Flug von der Insel nach Zürich offenbar günstiger ist als jener nach Basel, tummelten sich am Montag Abend im Zürcher Niederdorf diverse erlebnisorientierte Fans von der Insel. So endete das Montagabend-Bier mit einer Flucht in einen Hauseingang, während sich in den Gassen Anhänger beider Mannschaften mit Stühlen bewarfen und mit Fäusten bekämpften. Leichter Heimvorteil.</p>
<p><object style="width: 550px; height: 350px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/s7r0Qs1eMTg" /><embed style="width: 550px; height: 350px;" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="350" src="http://www.youtube.com/v/s7r0Qs1eMTg"></embed></object></p>
 <p><a href="http://nationofswine.ch/?flattrss_redirect&amp;id=3125&amp;md5=4850d4b002b124aea1ee97f6493a71ef" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://nationofswine.ch/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/09/07/fliegende-stuhle-krachende-fauste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ohne Worte</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/06/15/ohne-worte-3/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/06/15/ohne-worte-3/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 09:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nationofswine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ohne Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Feld-Wald-Wiese]]></category>
		<category><![CDATA[Ruf Lanz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=2444</guid>
		<description><![CDATA[Werbekampagne von Ruf Lanz für Feld Wald Wiese: Das enthüllende Buch über Fussballhooligans.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://echtzeit.ch/buecher.php?id=66"><img class="aligncenter size-full wp-image-2445" title="Werbung Feld Wald Wiese" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/06/img332783.jpg" alt="" width="440" height="599" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/06/15/ohne-worte-3/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Karin Keller-Sutter: «Das wäre der Dschungel»</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/04/24/karin-keller-sutter-%c2%abdas-ware-der-dschungel%c2%bb/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/04/24/karin-keller-sutter-%c2%abdas-ware-der-dschungel%c2%bb/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 07:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Ryser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=2097</guid>
		<description><![CDATA[<p>«Auch in der Wirtschaft ist eine zügellose Minderheit am Werk. Das ist für mich derselbe Zoo wie bei jenen, von denen wir vorhin gesprochen haben. An den Rändern der Gesellschaft franst es aus. Ob Schläger oder Abzocker &#8211; das ist für mich irgendwo dasselbe auf anderen Spielwiesen. Beide belasten mit ihrem Verhalten die ganze Gesellschaft.» [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>«Auch in der Wirtschaft ist eine zügellose Minderheit am Werk. Das ist für mich derselbe Zoo wie bei jenen, von denen wir vorhin gesprochen haben. An den Rändern der Gesellschaft franst es aus. Ob Schläger oder Abzocker &#8211; das ist für mich irgendwo dasselbe auf anderen Spielwiesen. Beide belasten mit ihrem Verhalten die ganze Gesellschaft.» Karin Keller-Sutter in der WOZ vom 22. April 2010.</em></p>
<p><em>Repressionskanton St. Gallen &#8211; Während in den Strassen, Häusern und Stadien die Ereignisse zu eskalieren scheinen, wird ständig an der Repressionsschraube gedreht. Die St. Galler Justizdirektorin und FDP-Bundesratskandidatin in spe Karin Keller-Sutter , die sich als Hardlinerin einen Namen macht, im Interview.</em></p>
<p><em><span id="more-2097"></span><span style="color: #808080;">Von Daniel Ryser und Andreas Fagetti für Die Wochenzeitung WOZ</span></em></p>
<p><strong>WOZ: Ist St. Gallen das schweizerische Versuchslabor für staatliche Repression?</strong></p>
<p><strong>Karin Keller-Sutter:</strong> Da müssen Sie ja selber lachen.</p>
<p><strong>Uns ist es ernst. Ein Beispiel, das in der übrigen Schweiz Schule macht, sind Scheinkäufe bei kleinen Koksdealern.</strong></p>
<p>Das ist so. Wenn Sie aber behaupten, wir seien repressiver als andere, halte ich Ihnen entgegen: In allen Kantonen gilt dasselbe Strafrecht. Die Scheinkäufe von Drogenkügeli haben sich aus einer spezifischen Lage ergeben.</p>
<p><strong>Welcher?</strong></p>
<p>Anfang des Jahrtausends hatten wir in Buchs im St. Galler Rheintal eine offene Kleindealerszene. Das rief eine Bürgerwehr auf den Plan. Wenn in der Bevölkerung der Eindruck entsteht, der Staat werde kriminellen Phänomenen nicht mehr Herr und man müsse selber eingreifen, ist das gefährlich. In Buchs drohte eine Eskalation. Daher suchten Staatsanwaltschaft und Polizei nach einem Gegenmittel und fanden es in den Scheinkäufen. Seither dominieren Kleindealer nirgends mehr im Kanton das Strassenbild. Aber deswegen sind wir noch lange kein Labor für Repressionsmassnahmen.</p>
<p><strong>Ihr Name ist auch mit dem Kampf gegen häusliche Gewalt verbunden.</strong></p>
<p>Repression erfüllt für mich auch eine Schutzfunktion für potenzielle und tatsächliche Opfer. Aber sie ist bloss eine Säule in der Kriminalitätsbekämpfung. Ich bin für den Mehrsäulenansatz.</p>
<p><strong>Das erinnert an die Drogenpolitik der neunziger Jahre &#8230;</strong></p>
<p>Die Probleme um die offenen Drogenszenen haben mich stark politisiert. Ich war damals Gemeinderätin in Wil und stand für einen Fixerraum ein. Polizei und Justiz haben auch einen präventiven Auftrag.</p>
<p><strong>Im Mai 2006 hat das Ausländeramt St. Gallen zwei Türken ausgewiesen, die an einer angeblich zwangsverheirateten Frau angeblich einen Ehrenmord verüben wollten. Die Ausweisung wurde möglich, weil Sie einem Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen &#8230;</strong></p>
<p>Ich war in die Entscheide des Ausländeramtes und der Staatsanwaltschaft nicht involviert. Aber meiner Meinung nach haben beide Behörden aufgrund der damaligen Gefährdungseinschätzung korrekt gehandelt, weil der Schutz eines möglichen Opfers im Vordergrund stand. Als Beispiel für eine besonders repressive Haltung ist das ein Einzelfall. Haben Sie noch mehr?</p>
<p><strong>Der Fall war spektakulär, die Ausweisung in dieser Form neu. Die Staatsanwaltschaft hatte den Fall in die Medien gebracht. Dahinter steckte doch politisches Kalkül, das zunächst aufging: Es gab eine politische Debatte über Integra t i on, Ehrenmord und Zwangsheirat. Staatsanwalt Thomas Hansjakob und Sie traten kurz darauf im «Club» des Schweizer Fernsehens auf &#8230;</strong></p>
<p>Dass dahinter politisches Kalkül steckte, ist eine Unterstellung. Es lag im freien Ermessen der Staatsanwaltschaft, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich selber habe mich lange vor diesem Ereignis für einen Gesetzespassus gegen die Zwangsehe ausgesprochen. Es ging hier in erster Linie um den mangelnden Integrationswillen der Ausgewiesenen.</p>
<p><strong>Das Bundesgericht hat den Entscheid wieder umgestossen. Der Vater, der seine Tochter zwangsverheiratet und bedroht haben soll, durfte wieder einreisen &#8230;</strong></p>
<p>Das Bundesgericht sagte damals, Nichtintegration sei kein Wegweisungsgrund. Das war ein Entscheid gegen die gängige Praxis. Bei der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und beim Widerrufen von Bewilligungen spielt der Integrationsgrad schon lange eine Rolle. Das Bundesgerichtsurteil schreckte die Politik auf. Im Ausländerrecht wird daher die Integration bald noch höher gewichtet und im Gegenvorschlag des Bundesrates zur Ausschaffungsinitiative ebenfalls.</p>
<p><strong>Später hat das Bezirksgericht St. Gallen den Türken freigesprochen. Von den Vorwürfen blieb nichts mehr übrig. Er ist unschuldig. Die Tochter, die ihren damaligen Mann und die Eltern beschuldigte, ist hingegen wegen Irreführung der Behörden verurteilt worden &#8230;</strong></p>
<p>Richtig, strafrechtlich ist der Mann freigesprochen. Die Ausweisung basierte ja auch auf dem Ausländerrecht und nicht auf dem Strafrecht. Im Übrigen habe ich kein Problem damit, wenn ich einmal ins Unrecht gesetzt werde. Ich entscheide pro Jahr 200 bis 300 Rekurse. Da kann so was vorkommen. Der Jurist Marc Spescha &#8211; wir sind nicht auf einer Linie &#8211; hat gesagt, wir zählten zu jenen Kantonen, die etwa das Asylrecht konsequent anwenden, aber pragmatisch. So habe ich mich immer wieder für die Anerkennung von Härtefällen ausgesprochen.</p>
<p><strong>Die Stadt St. Gallen hat in ihr Polizeireglement Videoüberwachung, Vermummungsverbot und Wegweisung aufgenommen. Der Kantonsrat hat diese Bestimmungen letztes Jahr in einem Nachtragsgesetz verankert. Jetzt gilt es im ganzen Kanton. Hat St. Gallen gravierendere Sicherheitsprobleme als andere Kantone?</strong></p>
<p>Die kantonale Lösung geht auf eine Kommissionsmotion zurück. Man befürchtete eine Rechtszersplitterung. Denn andere grosse Gemeinden, wie Wil oder Rapperswil-Jona, wollten nachziehen.</p>
<p><strong>Die Kompetenzen der Polizei werden hier massiv erweitert, die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger eingeschränkt &#8230;</strong></p>
<p>Darum geht es bestimmt nicht. Es geht gegen Pöbler und Gruppen, die an neuralgischen Punkten wie Bahnhöfen stören. Gegen politische Demonstrationen richtet sich das Gesetz ganz klar nicht.</p>
<p><strong>Aber Missbrauchsmöglichkeiten seitens der Polizei und der Behörden sind Tür und Tor geöffnet &#8230;</strong></p>
<p>Wem unterstellen Sie jetzt das? Sie driften ab.</p>
<p><strong>Es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Ihr Kanton auf Repression statt auf Eigenverantwortung setzt.</strong></p>
<p>Die Polizei muss auch repressiv vorgehen, sie muss eingreifen können, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet ist.</p>
<p><strong>War sie vor diesem Nachtragsgesetz nicht gewährleistet?</strong></p>
<p>Sie müssen sehen, dass sich im Verhalten mancher Leute etwas zum Schlechten verändert hat. Die Klagen häufen sich. Mir kommt ein Beispiel aus Wil in den Sinn. Dort wurden in einem Park ältere Menschen angepöbelt, sogar bespuckt. Solche Pöbler muss die Polizei doch fernhalten können von diesem Raum. Pöbeln ist kein Menschenrecht. Ich bin für Eigenverantwortung. Aber die Freiheit hört bekanntlich dort auf, wo sie die Freiheit des anderen verletzt. Da ist der Staat als Schiedsrichter gefragt.</p>
<p><strong>Sie haben in einem Interview gesagt: «Ich stelle fest, dass eine Minderheit in Wirtschaft und Gesellschaft für sich alle Freiheiten in Anspruch nimmt, ohne Rücksicht auf andere. Eine solche Gesellschaft ist antiliberal.» Produzieren diese Rücksichtslosen tatsächlich so viele Probleme, dass ständig an der Repressionsschraube gedreht werden muss? Oder geht es hier um Angstmache mit dem Ziel, die individuelle Freiheit aller Bürger einzuschränken?</strong></p>
<p>Es gibt Kräfte, die die Schweiz am Abgrund sehen. Ich zähle nicht dazu. Aber wir müssen die Ängste der Menschen ernst nehmen. Die gesellschaftlichen Bedingungen sind andere als vor dreissig Jahren. Die Mobilität ist enorm, wir können praktisch um die Uhr aktiv sein. Eine Minderheit nützt das aus.</p>
<p><strong>Ihre Partei, die FDP, hat jahrelang einer hemmungslosen Deregulierung das Wort geredet. Die Antwort auf die Folgen dieser Entfesselung heisst Repression. Die Liberalen trauen Individuen, die nicht zur Wirtschaftselite zählen, offensichtlich nicht viel zu.</strong></p>
<p>Es ist sicher kein Fortschritt der Menschheit, dass man sich bis morgens um sechs sinnlos betrinken kann. Ich bräuchte das nicht. Das Rad in diesen deregulierten Bereichen zurückdrehen geht aber auch nicht mehr. Freiheiten ziehen auch Auswüchse und Fehlentwicklungen nach sich. Liberalismus bedeutet für mich selbstverständlich aber noch etwas anderes als unkontrollierte Öffnungszeiten. Und vergessen wir die vielen Annehmlichkeiten einer freiheitlichen Gesellschaft wie der unseren nicht!</p>
<p><strong>Die FDP-Liberalen ertragen die Folgen der Freiheit nicht, die sie propagieren. Wo es ein bisschen wehtut, rufen sie gleich nach dem Staat &#8230;<br />
</strong><br />
Was ist denn die Alternative zu unserer freiheitlichen Gesellschaft? Wollen Sie einen DDR-Staat, wo ab 20 Uhr die Strassen leer sind, weil alles geschlossen hat? Hier merkt man, dass Sie keine Liberalen sind. Sie reden nur von Freiheit ohne Verantwortung. Weshalb fragen Sie nicht danach?</p>
<p><strong>Wir sind liberal in dem Sinn, als wir auch die unangenehmen Seiten der Freiheit ohne ständige Verschärfung der Repression in Kauf nehmen.</strong></p>
<p>Die Totengräber der Freiheit sind eine zügellose Minderheit. Mit ihrem Verhalten stärken sie den Ruf nach dem Staat. So läuft das Spiel. Mir wäre es anders lieber, das können Sie mir glauben.</p>
<p><strong>Weshalb vertrauen Sie nicht auf das freie Spiel der gesellschaftlichen Kräfte?</strong></p>
<p>Dann hätten wir Dschungel.</p>
<p><strong>Aber in der Wirtschaft vertraut die FDP blind den Kräften des Marktes.</strong></p>
<p>Auch in der Wirtschaft ist eine zügellose Minderheit am Werk. Das ist für mich derselbe Zoo wie bei jenen, von denen wir vorhin gesprochen haben. An den Rändern der Gesellschaft franst es aus. Ob Schläger oder Abzocker &#8211; das ist für mich irgendwo dasselbe auf anderen Spielwiesen. Beide belasten mit ihrem Verhalten die ganze Gesellschaft.</p>
<p><strong>Sie sind national bekannt für harte Massnahmen bei gewaltbereiten Fussballfans. Sie werden deswegen bedroht. Sind Sie in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt?</strong></p>
<p>Teilweise, ja. Derzeit fokussieren sich gewaltbereite Fussballfans auf mich, obwohl ich ja nicht einsam agiere. Andere Polizeidirektoren und Vertreter der Klubs bestimmen mit. Ich vertrete diese Gremien nach aussen. Als Frau. Was offensichtlich als Provokation wahrgenommen wird.</p>
<p><strong>Es geht nicht bloss um die Entscheide, sondern auch darum, dass eine Frau sie zu vertreten hat?</strong></p>
<p>Die Aggressionen haben eindeutig eine sehr frauenfeindliche Komponente. Auf einer solchen Hass ebene bin ich noch nie attackiert worden, und ich fälle ja auch sonst schwierige Entscheide, etwa im Ausländerrecht. Es geht bei diesen Ausfällen nicht bloss um eine Machokultur. Hier manifestiert sich eine tiefe Frauenverachtung in einer sexualisierten und sexistischen Sprache.</p>
<p><strong>Michael Hüppi, Präsident des FC St. Gallen, wirft Ihnen indirekt vor, mit Ihren Massnahmen den Fussball zu zerstören. Ihr neuster Streich: hochauflösende Kameras, Spitzel, Arrestzellen in den Stadien und Mustervereinbarungen, welche die Klubs zu Zugeständnissen zwingen sollen.</strong></p>
<p>Die Mustervereinbarung, die Sie ansprechen, regelt auch die Kostenfrage. Je mehr der Verein mit Massnahmen entgegenkommt, desto günstiger wird es für ihn. Sie sehen: Wir wollen die Vereine damit nicht plagen, sondern mit ihnen die beste Lösung finden und die Sicherheit in den Stadien erhöhen.</p>
<p><strong>In einem ersten Entwurf im August wollten Sie auch das Schwenken von Fahnen verbieten. Betrunkene Fans sollten umgehend festgenommen werden, egal, wie sie sich verhalten. Das klingt nach Polizeistaat &#8230;<br />
</strong><br />
Dieser Entwurf war als Schuss vor den Bug gedacht. Wir kamen mit Liga und Klubs ins Gespräch, jetzt hat ein Schulterschluss stattgefunden. Die Vereine wollen die Kosten ja auch senken. Wechseln Sie die Perspektive: Wenn wir pro Spielwoche tausend Polizisten einsetzen und dafür bis zu eineinhalb Millionen Franken Steuergelder verpulvern und diese Polizisten dann anderswo fehlen, wenn die Familienväter unter ihnen drei von vier Wochenenden an diesen Spielen sind, dann sage ich: So geht das nicht. Ein starkes Zeichen war nötig.</p>
<p><strong>Seit Jahren wird im Fussball an der Repressionsschraube gedreht. Und trotzdem bleibt das Gefühl: Alles ändert sich zum Schlechten. Vielleicht müssten Sie mal ein anderes Zeichen setzen: Etwa die Gäste am Bahnhof mit einer Bratwurst empfangen statt mit der Gummischrotflinte.</strong></p>
<p>Eine naive Vorstellung. Es gibt immer Leute, die bloss Radau machen wollen.</p>
<p><strong>Seit Jahren heisst die Antwort auf Feuerwerk und Gewalt im Fussball: mehr Repression. Offensichtlich ohne den gewünschten Effekt. Was läuft falsch?</strong></p>
<p>Die Klubs haben weggeschaut. Ich habe mit Funktionären gesprochen, die versuchten, Massnahmen zu treffen. Sie wurden bedroht und beschimpft. Da klingelten Leute aus der Fankurve an der Haustür und sagten: Nimm das Stadionverbot zurück, oder es knallt. Wir wissen von einem Polizeioffizier, der von militanten Fans bedroht wurde: Man wisse, wo seine Kinder zur Schule gingen. Auch die Klubs müssen Verantwortung übernehmen. Sie können nicht einfach die Kosten der Allgemeinheit aufbürden. Wir reden hier von einer privaten Veranstaltung. Würde die nicht stattfinden, müsste die Polizei nicht kommen. Das Bundesgericht hat ein klares Urteil gefällt: Bis zu achtzig Prozent der Kos ten kann der Staat dem Veranstalter überwälzen.</p>
<p><strong>Haben Sie als Sicherheitsdirektorin in dieser Sache Druck von anderen Seiten? Politisch? Privat?</strong></p>
<p>Die Polizeigewerkschaft hat wegen der Überzeiten keine Freude. So müssen auf dem Land Posten geschlossen werden unter der Woche, weil die Polizisten wegen der Einsätze bei Fussballspielen kompensieren. Müsste der Kantonsrat jetzt auf den Kostenknopf drücken, dann hätten wir eine Mehrheit für hundertprozentige Kosten überwälzung, von links bis rechts. Ich muss das den Klubs sagen: Ihr habt das Gefühl, die Allgemeinheit sei ohne weiteres bereit, dafür aufzukommen. Die Stimmung in den Kantonsparlamenten ist aber nicht für die Vereine. Wenn man erreichen will, dass dieser Sport vernünftig überleben kann, müssen die Klubs vertrauensvoll mit den Behörden zusammenarbeiten.</p>
<p><strong>Beeinträchtigen die Polizeieinsätze an Fussballspielen die öffentliche Sicherheit im übrigen Kanton, weil deswegen vorübergehend Polizei pos ten nicht besetzt sind?</strong></p>
<p>Die öffentliche Sicherheit ist gewährleis tet, aber sie leidet erheblich.</p>
<p><strong>Was, wenn sich die Lage in den nächsten zwei Jahren nicht bessert?</strong></p>
<p>Sie können den Schalter nicht einfach von heute auf morgen umlegen. Sollten die Einsätze mehr personelle und damit finanzielle Mittel verschlingen &#8211; ich bin allerdings der Meinung, das Gegenteil wird der Fall sein -, dann werden die Vereine die vollen Kosten zahlen müssen, aber das können sie nicht bezahlen, sie können es teilweise schon jetzt nicht.</p>
<p><strong>Nimmt die Gewalt wirklich so extrem zu? Oder entsteht dieser Eindruck wegen der intensiven Berichterstattung über diese Vorfälle?<br />
</strong><br />
Diese These lässt sich widerlegen. Die Ordnungsdienststunden der Kapo St. Gallen belegen es. Sie sind seit 2007 von 4000 auf über 15 000 im Jahr 2009 angestiegen. Wir schicken die Polizisten ja nicht zum Spass hin, sondern weil die Ereignisse zunehmen.</p>
<p><strong>Sie sagen, etwas im Umfeld des Fussballsports hat sich verändert.<br />
</strong><br />
Es geht hier um Grenzverletzungen, die überall vorkommen. In den Fankurven proben ja nicht Randständige den Aufstand. Ich sehe keine Agenda. Die Kurvenchaoten sind primär Schweizer. Es ist ein Querschnitt: bestens Integrierte und andere. Von «Broken Home» kann in den meisten Fällen keine Rede sein.</p>
<p><em>Zur Person: Ihre politische Karriere hat Karin Keller-Sutter (46) zielstrebig aufgebaut. Zunächst sass die FDP-Politikerin im Gemeindeparlament in Wil (1992-2000), dann präsidierte sie ihre Kantonalpartei (1997-2000). Nach bloss vier Jahren im Kantonsrat wählten sie die St. GallerInnen 2000 in die Regierung. Sie setzte sich dabei parteiintern gegen starke männliche Konkurrenz durch. Als Regierungsrätin führt sie das Sicherheits- und Justizdepartement. Die Politikerin, die sich medienwirksam in Szene zu setzen weiss, gilt als aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge von Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Sie ist verheiratet und lebt in Wil.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/04/24/karin-keller-sutter-%c2%abdas-ware-der-dschungel%c2%bb/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Ultras, die Clubs und das Geld</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/04/15/die-ultras-die-clubs-und-das-geld/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/04/15/die-ultras-die-clubs-und-das-geld/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 10:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Ryser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=1981</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: left;">das ist ja genau das problem von hüppi. er hätte eigentlich einige gute ansätze, aber wenn er gleich umkippt, wenn die kks mal neben ihm sitzt, dann ist er schlicht eine windfahne ohne rückgrat (naja, windfahnen mit rückgrat wär auch komisch). bevor er sich nicht öffentlich entschuldigt, bleibt er für mich ein verlogener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: left;"><em>das ist ja genau das problem von hüppi. er hätte eigentlich einige gute ansätze, aber wenn er gleich umkippt, wenn die kks mal neben ihm sitzt, dann ist er schlicht eine windfahne ohne rückgrat (naja, windfahnen mit rückgrat wär auch komisch</em><em>). bevor er sich nicht öffentlich entschuldigt, bleibt er für mich ein verlogener idiot. </em><br />
Aus dem Forum der Fans des FC St.Gallen</p>
</blockquote>
<p>Man kann den Präsidenten des FC St. Gallen nach wir vor schlecht reden wegen dem Choreoverbot. Man könnte aber auch einen Schritt zurück machen und die Sache mit anderen Augen betrachten, etwa <a href="http://www.woz.ch/artikel/2010/nr15/sport/19202.html" target="_blank">seine Aussagen im WOZ-Interview</a> zwischen den Zeilen lesen: Spätestens, wenn man erfährt, dass es ausgerechnet jener Choreoverbots-Hüppi war, der zusammen mit FCB-Vize Bernhard Heusler die repressiven Vorschläge, die am Freitag von der Konferenz der Kantonalen Justiz- und PolizeidirektorInnen präsentiert werden, zusammengestutzt hat (mehr als Empfehlungen konnten Hüppi und Heusler dabei nicht abgeben), sollte man sich einer Sache bewusst werden: Am Ruder ist jetzt die Politik. Für liberale Stimmen wie Bernhard Heusler, der einst gar eine Pyro-Legalisierung forderte, wird es jetzt sehr schwer. Auch FCSG-Hüppi spricht sich im WOZ-Interview gegen weitere repressive Massnahmen aus. Da wird der Fall ziemlich klar: Das Choreoverbot scheint ein völlig hilfloser und im Signal verheerender Versuch gewesen zu sein, das Druckventil etwas zu öffnen. Man kann den Präsidenten jetzt weiter daran aufhängen. Man sollte sich stattdessen bewusst werden, welche Stunde es geschlagen hat.</p>
<p>Spielt der FC St. Gallen gegen den FC Luzern, ist ein Grossaufgebot der Polizei vor Ort, weil die Polizei das Spiel als «Hochrisikospiel» einstuft. Hüppi würde die Gästefans zwar lieber mit Bier und Bratwurst begrüssen, die Polizei aber begrüsst mit Absperrgitter und Gummischrotflinten. Zwar bleibt dann wie am Sonntag alles friedlich, aber der FC erhält dennoch eine Rechnung von 100000 Franken &#8211; 60 Prozent der Vollkosten für den Polizeieinsatz. Und diese Kosten drohen dem Verein das Genick zu brechen. Die Lokalpolitiker werden zwar nicht den Mut und wohl auch nicht den Willen haben, einen Verein wie den FCSG (oder auch Xamax), die beide diese Rechnungen nicht mehr bezahlen, wegen Sicherheitskosten an die Wand zu fahren. Sie werden aber massiv Druck aufbauen, damit diese Kosten runtergehen. Wenn es im jetzigen Ton, mit den jetzigen Feindbildern, so weitergeht, wird es sehr bald heissen: Ultras oder Fussball? Und welche Massnahmen sich die Vereine dann vorschreiben lassen, um die Kurven unter Kontrolle zu bringen um finanziell nicht abzusaufen, will man sich nicht ausmalen. Der KKJPD schweben mitunter reine Sitzplatzstadien vor &#8211; und zwar mit personalisierten Sitzplätzen. Dieser Punkt wird morgen in Bern nicht präsentiert, man behält ihn sich aber vor.</p>
<p>Die Ultras in St. Gallen betrachten den Verein nun als Gegner. Die Politik wiederum wirft den Vereinen vor, wegzuschauen, wenn Ultras Feuerwerk zünden. Dass hier ein paar Sachen, die wenig miteinander zu tun haben, vermischt werden, will derzeit niemand hören. Dass etwa Bussen für Pyro nichts mit den Sicherheitskosten zu tun haben, welche die öffentliche Hand belasten. Die Pyrobussen sind verhältnismässig gering. Der Verein zahlt sie selbst. Ein einziges Hochrisikospiel kostet den Verein mehr als Bussen für Pyro in einer ganzen Saison. Und liegt es eigentlich, mal ein anderer Blick, wirklich an den Sicherheitskosten, dass es etwa dem FCSG so schlecht geht, oder spielen da auch andere Gründe mit, wie der Journalist Andreas Kneubühler heute im Blog des Ostschweizer Kulturmagazins Saiten schreibt, <a href="http://www.saiten.ch/ostblog/Hueppi+zum+Zweiten/335/" target="_blank">etwa das Unvermögen alter Geister</a>.</p>
<p>Pyro ist auf jeden Fall zum Sinnbild dafür geworden, dass die Stadien unsichere Räume sind, dass die Sicherheitskosten explodieren, dass hunderte von Polizisten Überstunden anhäufen müssen. Und das wird sich so schnell nicht ändern, denn Pryo wird seit Jahren von Politik und Medien mit Gewalt gleichgesetzt. Aus <em>falsch</em> wird zwar auch nach der hundertsten Wiederholung nicht <em>richtig</em>, aber das falsche Bild ist trotzdem haften geblieben. Auch deshalb, weil Ultras aufgrund drohender Stadionverbote vermummt zünden, was selten freudig, sondern häufig bedrohlich wirkt.</p>
<p>Wenn sich ein liberaler Präsident wie Hüppi durch Druck von allen Seiten in eine derart missliche Lage manövriert, sagt das viel darüber aus, wo der superkommerzialisierte Super-League-Fussball derzeit steht: Unter massivem Druck der Politik, der Justiz, der Polizei. Und der Druck wird zunehmen. Dazu muss man sich nicht mal sonderlich informieren, sondern nur das Klima fühlen. Ich führte in den letzten zwei Wochen viele Gespräche mit Leuten aus Politik und Justiz, und zwar mit Leuten, die in dieser Sache gewaltig Druck machen. Und sie haben nicht vor, das zu ändern. Das klingt dann etwa so: «Warum soll die Öffentlichkeit einem privaten Veranstalter hunderttausende Franken an die Sicherheitskosten bezahlen?» Oder so: «Diese Ultras sind militante Gruppen.» Oder so: «Die Deltas mögen aggressiv sein. Aber wer ein Fussballspiel besucht, kann ja mit eigenen Augen sehen, von wem die Aggression ausgeht: Von den Fans.»</p>
<p>Am Freitag stellt die KKJPD eine Mustervereinbarung vor, welche sie den lokalen Behörden zur Umsetzung empfiehlt: Je mehr ein Verein kooperiert, desto kulanter wird die öffentliche Hand bei der Übernahme der Sicherheitskosten. In den Augen von Leuten der KKJPD leiden einige Fanarbeiter am «Stockholm-Syndrom». Das ist der Ton. Und dabei muss man sich bewusst werden: Die Leute, die sich nun exponieren, tun dies nicht wegen des Karrierismus, sondern weil sie davon überzeugt sind, dass Stadien zu rechtsfreien Räumen geworden sind, die indirekt &#8211; weil es an Spieltagen offenbar so viele Polizisten braucht &#8211; die öffentliche Ordnung gefährden. Die Stossrichtung dabei ist inzwischen klar: Repression bis Ruhe ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/04/15/die-ultras-die-clubs-und-das-geld/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Skandal um die Schläger in den Reihen der Delta Security AG</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/04/09/der-skandal-um-die-schlager-in-den-reihen-der-delta-security-ag/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/04/09/der-skandal-um-die-schlager-in-den-reihen-der-delta-security-ag/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 23:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Ryser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=1919</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Tages-Anzeiger hat am Donnerstag jeden Zweifel <a href="http://nationofswine.ch/2010/04/08/delta-als-hooligan-das-video/" target="_blank">ausgeräumt</a>: In der Sicherheitsfirma Delta Security AG arbeiten Leute, die in ihrer Freizeit &#8211; und, wenn man ihre Facebook-Einträge liest &#8211; auch im Beruf, gerne Hooligans wären. Nach dem Facebook-Beweis liegt nun der Video-Beweis vor. Delta bestreitet nicht, womöglich auch aus Angst, dass da jetzt noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <em>Tages-Anzeiger</em> hat am Donnerstag jeden Zweifel <a href="http://nationofswine.ch/2010/04/08/delta-als-hooligan-das-video/" target="_blank">ausgeräumt</a>: In der Sicherheitsfirma Delta Security AG arbeiten Leute, die in ihrer Freizeit &#8211; und, wenn man ihre Facebook-Einträge liest &#8211; auch im Beruf, gerne Hooligans wären. Nach dem Facebook-Beweis liegt nun der Video-Beweis vor. Delta bestreitet nicht, womöglich auch aus Angst, dass da jetzt noch mehr kommen mag. Die Liga ist verunsichert, spricht fleissig von Einzelfällen, wohl auch, weil sich das derzeit niemand so recht vorstellen will, was die jetzigen Enthüllungen zuerst vom <em><a href="http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/pruegel-aufruf-von-sicherheitsmann-143714" target="_blank">Blick</a></em> und nun vom <em>Tages-Anzeiger</em> bedeuten, wenn die Delta Security AG das nächste Mal für Sicherheit zuständig ist, wenn der FC Basel spielt.</p>
<p>Die Story ist nicht deshalb ein Skandal, weil hier ein Hooligan irgendeinen Job ausübt (auch Hools müssen bekanntlich arbeiten). Schau Dich etwa bei den Ultras um: Die Kurven sind voller Leute, die mitten unter uns sind: Krankenpfleger, Bauarbeiter, Journalisten, Sozialarbeiter, Arbeitslose, Dealer, Kleinkinderzieher, Rapper, Studenten und so weiter und so fort &#8211; bekanntlich das ganze gesellschaftliche Spektrum. Genauso verhält es sich bei den Hooligans. Muss es den Chef interessieren, was einer in seiner Freizeit macht? Nein. Die Delta-Story ist deshalb ein Skandal, weil hier ein ganz heftiger Interessenkonflikt vorliegt. Was würdest Du sagen, wenn der Typ, der Dich vor ein paar Tagen auf der Strasse zusammengeschlagen hat, am Fussballmatch für Deine «Sicherheit» sorgen soll? Ein beim jetzigen Erkenntnisstand absolut realistisches Szenario.</p>
<p>Der Erkenntnisstand ist so: Leute, die in einer Sicherheitsfirma (der Delta Security AG) dafür zuständig sind, für Sicherheit im Stadion zu sorgen, wollen in ihrer Freizeit Hooligans sein. Es ist, als wäre der Hooligan-Fahnder Hooligan. Verhielten sich nun die Basler Fans wirklich derart schlimm, als es kürzlich in St. Gallen knallte, wie es Thomas Hansjakob, St.Gallens Erster Staatsanwalt, mir gegenüber im Interview sagte? Oder trugen die Deltas eben doch zur Eskalation bei, wie die Basler von Anfang an behauptet hatten, weil zumindest einer unter ihnen, wie er auf Facebook später schrieb, es nicht hatte erwarten können, «die Inzest-Buben vom Rhein richtig zu ficken»?</p>
<p>Wenn ein Hooligan einen Hooligan einer anderen Stadt «richtig ficken will», dann ist das die Sprache von Schlägern. Dann machen die das unter sich aus, und das ist dann halt das Hooligan-Ding, von dem die anderen Matchbesucher inzwischen meistens verschont bleiben. Aber wenn «richtig ficken» (in Bezug auf eine Schlägerei mit Verletzten) die Sprache jener ist, die im Stadion für Sicherheit sorgen sollen, und wenn diese Leute dann auch noch, wie der <em>Tages-Anzeiger</em> am Donnerstag, 8. April, nun belegt hat, in ihrer Freizeit als Hooligans unterwegs sind und dort Leuten in den Kopf treten (Tagi-Online hats auf Video), dann ist das skandalös. Ich bin kein Fan schneller Empörung, aber hier ist Empörung nötig.</p>
<p>Es sind die privaten Sicherheitsdienste, die immer mehr polizeiliche Kompetenzen fordern. Das hat mir persönlich schon immer ein ungutes Gefühl gegeben. Denn wenn Sicherheit zum Geschäft wird, dann wird es schnell sehr viele Leute geben, denen viel daran gelegen ist, dass wir nicht sicher sind, damit das Geschäft mit der Sicherheit ein Geschäft bleibt. Der jetzige Fall bestärkt mich in meiner Kritik in einem anderen Punkt: Wem bitte soll hier polizeiliche Kompetenz übertragen werden?</p>
<p>Hool ist Hool. Polizist ist Polizist. Das sind klare Positionen. Der eine lässt es krachen, der andere buchtet ihn dafür ein. So weit das «Spiel». Aber was ist mit Hooligans in Fussball-Sicherheitsdienst-Uniformen?</p>
<p>Als ich kürzlich Thomas Hansjakob interviewte, sagte er auch folgenden Satz, der beim jetzigen Kenntnisstand zumindest für den Laien bedenklich klingt: Für einen Strafbefehl in einem Schnellverfahren gegen Fans genüge ihm die Aussage eines Sicherheitsdienst-Mitarbeiters. Was mit Aussage gegen Aussage sei, fragte ich. Er glaube einer Security-Person mehr als einem Fan, sagte Hansjakob. Und da können einen die jetzigen Enthüllungen des <em>Tages-Anzeigers</em> (und zuvor des <em>Blicks</em>) in Angst und Schrecken versetzen. Hansjakobs Mail antwortet mir im <em>Auto-Replay</em>, dass er dieser Tage <em>Out of Office</em> ist. Ich werde ihn, sobald er zurück ist, umgehend fragen, ob er nach wie vor dieser Ansicht ist (und andere Stellen, ob er damit allein auf weiter Flur ist oder nicht).</p>
<p>An die Liga und die Stadionbetreiber richte ich offen folgende Frage: Wollen sie weiter (und wenn ja, zu welchen Bedingungen) einer Firma die Sicherheit in den Stadien übertragen, die für ein ordentliches personelles Auswahlverfahren offenbar nicht garantieren kann und in deren Reihen Schläger arbeiten, beziehungsweise arbeiteten (der Facebook-Mensch wurde am Mittwoch entlassen); eine Firma, deren Glaubwürdigkeit heftig beschädigt ist. Mit «Schläger» meine ich im übrigen nicht Securitys, die zupacken können oder keine Angst haben, hinzustehen, wenn es knallt, sondern solche, die geil darauf sind, Fussballfans «richtig zu ficken».</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/04/09/der-skandal-um-die-schlager-in-den-reihen-der-delta-security-ag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Delta als Hooligan &#8211; das Video</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/04/08/delta-als-hooligan-das-video/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/04/08/delta-als-hooligan-das-video/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 10:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Gonzo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=1880</guid>
		<description><![CDATA[<p>Video, Schlägerei Langstrasse, 1. Mai 2009: Bei 00:25 Sekunden im Rücklauf schlägt ein Mann auf einen anderen ein. Von hinten, Höhe Schriftzug des Geschäftes «Kurt», nähert sich ein weiterer Mann mit schwarzem T-Shirt und hellen Hosen und Sonnenbrille. Dieser Mann tritt dem taumelnden Mann, auf den bereits eingeschlagen wird, einmal von hinten heftig ins Gesäss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Video, Schlägerei Langstrasse, 1. Mai 2009</strong>: Bei 00:25 Sekunden im Rücklauf schlägt ein Mann auf einen anderen ein. Von hinten, Höhe Schriftzug des Geschäftes «Kurt», nähert sich ein weiterer Mann mit schwarzem T-Shirt und hellen Hosen und Sonnenbrille. Dieser Mann tritt dem taumelnden Mann, auf den bereits eingeschlagen wird, einmal von hinten heftig ins Gesäss und dann mitten ins Gesicht. Dann läuft er rechts aus dem Bild. Bei diesem Schläger, der zweimal heftig zutritt, handelt es sich um den am Mittwoch entlassenen <a href="http://www.delta.ch/" target="_blank">Delta-Sicherheitsmann</a> <a href="http://www.thurgauerzeitung.ch/schweiz/standard/Danke-Jungs-hat-mal-wieder-richtig-Spass-gemacht-mit-euch/story/30574886" target="_blank">Reto Steiner</a> (Name geändert). Das Video von «Tagi-Online»: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Schlaegereien-zwischen-Rechtsradikalen-und-Chaoten-an-der-Nachdemo-in-Zuerich/story/31038580" target="_blank">Hier</a>.</p>
<p>Worum es hier geht? Um einen Bericht im heutigen «Tages-Anzeiger», der sich auf dieses Video stützt. Dort heisst es:</p>
<p><em>«Angestellte der privaten Sicherheitsfirma Delta prügelten vor dem Match FC St. Gallen gegen FC Basel am 20. März so hart auf Basler Fans ein, dass diese Prellungen am Kopf davontrugen. Weil der Delta-Mitarbeiter Reto Steiner (Name geändert) damit auf Facebook prahlte, wurde er entlassen. </em><strong><em>Recherchen des Tages-Anzeigers zeigen nun, dass die gleichen Delta-Angestellten, die für die Sicherheit in Fussballstadien zuständig wären, die Nähe zur Hooliganszene suchten</em></strong><em>. Auf einem Video der letztjährigen Krawalle am 1. Mai in Zürich ist zu sehen, wie einschlägig bekannte Hooligans der Gruppierung «Zürichs Kranke Horde», ein Zusammenschluss von FCZ- und GC-Hooligans, einen Linken verprügeln. Auch Reto Steiner ist an dieser Schlägerei beteiligt: Er tritt dem Opfer mit voller Wucht ins Gesäss, während dieses, benommen von Faustschlägen und Fusstritten, bereits am Fallen ist.»</em></p>
<p>Die Delta Security AG bestätigt dem Tages-Anzeiger, man habe neben Steiner auch einen zweiten Delta-Angestellten erkannt, der am 1. Mai 2009 als Hooligan unterwegs war. Zudem seien zwei weitere aktive und drei ehemalige Delta-Mitarbeiter als Gaffer erkannt worden &#8211; <strong>mindestens sieben der rund dreissig Hooligans waren offenbar aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter der Delta-Security, wie die Delta nun selbst aufgrund der TA-Recherche bestätigt hat</strong>.</p>
<p>Wie gefährlich sind die Mitglieder der Sicherheitsfirma, die unter anderem für die Sicherheit in den Stadien und der Nationalmannschaft zuständig ist? Ist an den Stimmen aus Fankreisen, die in den letzten Jahren immer wieder Delta-Mitarbeiter für Gewalteskalationen verantwortlich machten, ziemlich viel dran? <strong>Wie gefährlich zumindest der nun entlassene Delta-Mann Reto Steiner ist, der im Internet damit geprahlt hatte, Fans des FC Basel verprügelt zu haben, zeigt das zu Beginn verlinkte Video, auf dem die TA-Recherche basiert und auf dem laut Tagi (basierend auf Delta-Aussagen) weitere aktuelle und ehemalige Delta-Mitarbeiter zu sehen sein müssen. </strong></p>
<p>Das Video war erstmals nach dem letztjährigen 1. Mai aufgetaucht, jedoch ohne Delta-Zusammenhang.</p>
<p>Mehr zur Delta-Affäre <a href="http://nationofswine.ch/2010/03/30/delta-security-vom-sicherheitsfaktor-zum-risiko/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://nationofswine.ch/2010/04/01/nachtrag-delta-security/" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/04/08/delta-als-hooligan-das-video/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachtrag: Delta-Security</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/04/01/nachtrag-delta-security/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/04/01/nachtrag-delta-security/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 15:24:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carlos Hanimann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Delta-Security]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=1828</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/04/Delta.jpg"></a></p> <p>Kurzer Nachtrag zum <a href="http://nationofswine.ch/2010/03/30/delta-security-vom-sicherheitsfaktor-zum-risiko/" target="_blank">Prügel-Delta</a>: Mal abgesehen davon, dass man grundsätzlich bezweifeln kann, ob eine solche PrügelEingreiftruppe die Fussballstadien sicher macht, stellt sich doch die Frage, warum sich die Deltas bei ihren Einsätzen eigentlich vermummen müssen. Zumal – wenigstens in St. Gallen – ein Vermummungsverbot gilt. Der Erste St. Galler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/04/Delta.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1829" title="Delta" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/04/Delta.jpg" alt="" width="560" height="560" /></a></p>
<p>Kurzer Nachtrag zum <a href="http://nationofswine.ch/2010/03/30/delta-security-vom-sicherheitsfaktor-zum-risiko/" target="_blank">Prügel-Delta</a>: Mal abgesehen davon, dass man grundsätzlich bezweifeln kann, ob eine solche <span style="text-decoration: line-through;">Prügel</span>Eingreiftruppe die Fussballstadien sicher macht, stellt sich doch die Frage, warum sich die Deltas bei ihren Einsätzen eigentlich vermummen müssen. Zumal – wenigstens in St. Gallen – ein Vermummungsverbot gilt. Der Erste St. Galler Staatsanwalt Thomas Hansjakob sieht darin kein Problem; und auch keinen Verstoss gegen das Vermummungsverbot. In der <a href="http://www.woz.ch/artikel/2010/nr13/sport/19131.html" target="_blank">WOZ von heute</a> erklärt er das so: «Einige Ultras versuchen mit zerbrochenen Plastikfahnenstangen in den vom Helmvisier ungeschützten Halsbereich zu stechen. Da kann ich verstehen, dass sich die Deltas mit einem Tuch um den Hals schützen wollen.»</p>
<p>Die Stadtpolizei St. Gallen meldete sich gestern leider erst nach WOZ-Redaktionsschluss. Aber das macht nichts, weil: Erstens ist das hier ein Blog und zweitens tönt die Erklärung ohnehin ähnlich: «Aufgrund des aggressiven Auftretens der Basler Fangruppierung wurde das Tragen einer Schutzausrüstung für Hals und Kopfbereich in Ergänzung des Schutzhelmes auf Antrag der Delta durch die Stadtpolizei St.Gallen bewilligt. Dies, da die Basler Fangruppierung während des Spiels die Plastik-Fahnenstangen entzwei brachen. Solche aufgesplitterten Enden der Plastikrohre wurden bei anderen Fussballspielen schon mehrmals als Waffe eingesetzt. Damit versuchen die Gewalttätigen von unten, hinter der Schutzscheibe des Helmes, Verletzungen an Hals und Kopf anzubringen.»</p>
<p>… Apropos Vermummungsverbot: Unbedingt auch <a href="http://saiten.ch/ostblog/Ultra+Humor/327/" target="_blank">hier</a> klicken.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/04/01/nachtrag-delta-security/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Delta-Security: Vom Sicherheitsfaktor zum Risiko</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/03/30/delta-security-vom-sicherheitsfaktor-zum-risiko/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/03/30/delta-security-vom-sicherheitsfaktor-zum-risiko/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 10:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carlos Hanimann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Delta-Security]]></category>
		<category><![CDATA[FC Basel]]></category>
		<category><![CDATA[St. Gallen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=1808</guid>
		<description><![CDATA[<p>Man hört ja aus Fankreisen immer wieder allerlei Gerüchte über die Securityfirma Delta. Offenbar sind das nicht nur Gerüchte. Der Blick stellt in seiner heutigen Ausgabe den <a href="http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/pruegel-aufruf-von-sicherheitsmann-143714" target="_blank">«gefährlichsten Sicherheitsmann der Schweiz»</a> vor. Arbeitgeber: Delta Security.</p> <p><a href="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/03/HBEEEL8E_Pxgen_r_704x523.jpg"></a></p> <p>Der Mann mit den mächtigen Oberarmen ist offensichtlich vom Sicherheitsfaktor zum Sicherheitsrisiko geworden. Laut Blick schrieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man hört ja aus Fankreisen immer wieder allerlei Gerüchte über die Securityfirma Delta. Offenbar sind das nicht nur Gerüchte. Der <em>Blick</em> stellt in seiner heutigen Ausgabe den <a href="http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/pruegel-aufruf-von-sicherheitsmann-143714" target="_blank">«gefährlichsten Sicherheitsmann der Schweiz»</a> vor. Arbeitgeber: Delta Security.</p>
<p><a href="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/03/HBEEEL8E_Pxgen_r_704x523.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1813" title="HBEEEL8E_Pxgen_r_704x523" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/03/HBEEEL8E_Pxgen_r_704x523-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a></p>
<p>Der Mann mit den mächtigen Oberarmen ist offensichtlich vom Sicherheitsfaktor zum Sicherheitsrisiko geworden. Laut <em>Blick</em> schrieb er auf seinem Facebook-Profil nach dem Spiel in St. Gallen: «Den Hurensöhnen haben wir es gegeben.» Damit nicht genug: «Am Samstag ficken wir die Inzuchtbuben vom Rhein gleich nochmals!!! Auf jetzt!!!» Und: «Am Samstag werden die Basler in Sion wieder bluten!»</p>
<p>Werfen diese Aussagen nun ein neues Licht auf die Vorfälle in St. Gallen (<a href="http://nationofswine.ch/2010/03/22/fcsg-basel-schlage-und-regen/" target="_blank">klick</a>, <a href="http://nationofswine.ch/2010/03/23/fcsg-fc-basel-schlage-regen-teil-2/" target="_blank">klick</a>)?</p>
<p>Und übrigens: Wer schon mal mit einem Hooligan gesprochen hat, dem kommt die Sprache, die der Mann benutzt, ziemlich bekannt vor. Man müsste da mal recherchieren, ob dieser Delta nicht nur beruflich, sondern auch in seiner Freizeit gerne Fussballfans verprügelt (Hinweise erwünscht!). Verdankenswerterweise hat Blog-Leser Nick mich noch darauf hingewiesen, dass sich der Delta-Mann auf seinem Profil selbst als «gepflegt arrogant» bezeichnet. Worauf er da wohl <a href="http://www.gepflegt-arrogant.org/" target="_blank">anspielt</a>?</p>
<p><strong>PS:</strong> Über einen ähnlichen Fall hat SpiegelOnline-Redaktor Jörg Diehl <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,679849,00.html" target="_blank">berichtet</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/03/30/delta-security-vom-sicherheitsfaktor-zum-risiko/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Schnellrichter</title>
		<link>http://nationofswine.ch/2010/03/24/der-schnellrichter/</link>
		<comments>http://nationofswine.ch/2010/03/24/der-schnellrichter/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 22:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Ryser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hooligans]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Schnellverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hansjakob]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://nationofswine.ch/?p=1749</guid>
		<description><![CDATA[<p>Nach dem Spiel FC St. Gallen gegen FC Basel mussten zehn Basel-Anhänger die Nacht in St. Galler Zellen verbringen, am nächsten Tag erhielten sie bereits den Strafbefehl. In der aktuellen Ausgabe der WOZ <a href="http://www.woz.ch/artikel/2010/nr12/schweiz/19101.html" target="_blank">spricht der St. Galler Staatsanwalt Thomas Hansjakob</a> über seine Erfindung, das Schnellverfahren.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Spiel FC St. Gallen gegen FC Basel mussten zehn Basel-Anhänger die Nacht in St. Galler Zellen verbringen, am nächsten Tag erhielten sie bereits den Strafbefehl. In der aktuellen Ausgabe der WOZ <a href="http://www.woz.ch/artikel/2010/nr12/schweiz/19101.html" target="_blank">spricht der St. Galler Staatsanwalt Thomas Hansjakob</a> über seine Erfindung, das Schnellverfahren.</p>
<div id="attachment_1753" class="wp-caption alignleft" style="width: 540px"><img class="size-large wp-image-1753 " title="20100319_HANSJAKOB_10" src="http://nationofswine.ch/wp-content/uploads/2010/03/20100319_HANSJAKOB_101-883x1024.jpg" alt="" width="530" height="614" /><p class="wp-caption-text">Neben dem &quot;Boulevard of broken dreams&quot; und mit einer Krawatte von Tick, Trick und Track: Thomas Hansjakob in seinem St. Galler Büro, für die WOZ fotografiert von Daniel Ammann.</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://nationofswine.ch/2010/03/24/der-schnellrichter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

