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Nation of Swine – Tales of Shame and Degradation in the ’10s
Der Name kommt von Generation of Swine – Tales of Shame and Degradation in the ’80s, einem Werk von Hunter S. Thompson. Nation of Swine – Tales of Shame and Degradation in the ’10s: Res ipsa loquitur.
Das Medienmagazin «Klartext» schrieb im Februar 2011:
Vor noch gar nicht langer Zeit galten BloggerInnen als die neuen JournalistInnen. Inzwischen präsentiert sich die Entwicklung genau umgekehrt: Journalisten sind die neuen Blogger. Immer öfter entdecken Lohnschreiber die Freiheit des ungezwungenen Publizierens fernab von Abgabetermin und Formatrestriktionen. Jüngster Journalistenzugang zur helvetischen Blogosphäre ist Reporter Daniel Ryser
von der «Wochenzeitung». Zusammen mit Carlos Hanimann, Wirtschaftsredaktor ebendort, huldigt Ryser dem Gonzo-Journalisten Hunter S. Thompson – zumindest dem Titel ihres neuen Blogs nach: www.nationofswine.ch, eine Reverenz an den Kolumnen- und Reportagenband «Generation of Swine» des eigenwilligen und stilbildenden US-Reporters. Was Ryser und Hanimann bisher gebloggt haben, gemahnt ganz an die gute alte Pionierzeit der Bloggerei, als man eine Weile lang den Eindruck gewinnen konnte, im Netz etabliere sich eine journalistisch-literarische Parallelwelt mit eigenen Regeln und Konventionen. Da findet sich wieder alles vom prägnanten Einzeiler, der primär vom Verweis auf eine überraschende Fundstelle im Netz lebt (etwa auf den ersten Pornofilm zur Krise der UBS) über hochgradig subjektiv gefärbte Konzertempfehlungen bis zur alkoholgetränkten Abhandlung über Leichtbier in Schweizer Fussballstadien. Und wer von diesen Kurzformaten à la Ryser nicht genug kriegt, kann auch am anderen Ende der Umfangskala das Talent des preisgekrönten Reporters geniessen: in seiner eben veröffentlichten Hooligan-Reportage «Feld-Wald-Wiese».