Monday Night Jungle
Do you know where the fuck you are?
You’re in the jungle baby! You’re gonna die!
Guns n’ Roses, Welcome to the jungle, 1987
Nur damit dann nicht wieder jemand wie beim letzten Mal sagen kann, er habe von nichts gewusst, oder er habe ja nicht wissen können, dass es der Heroin- und Botox-Rocker auf der Bühne noch immer bringt: Am Mittwoch spielen Guns n’ Roses im Hallenstadion. Und auch wenn die Musikjournalisten, die eher auf Kompliziertes oder Schönes stehen oder was auch immer, einen Bogen um die Sache machen werden oder ihre Ärsche, die sich vor allem sitzen gewöhnt sind, sowieso nicht dorthin schleppen werden, weil die Band ja bekanntlich jeweils etwa 40 Minuten auf sich warten lässt und alles sowieso nur noch wegen der Kohle stattfindet… Jup, man könnte, glaubte man den Musikjournalisten, welche diese Band seit jeher hassen, den Eindruck bekommen, der Mittwoch Abend werde alles andere als ein Spektakel, wobei er natürlich genau das werden wird: Ein bizarres, lautes, von Explosionen begleitetes, wildes Spektakel. Drum hier: Der Nation of Swine-Blogger im Züri-Tipp, drum hier: Einige Videos. Das erste zeigt die neue Band, das zweite zeigt Bucketheads (verantwortlich für die Gitarren auf dem aktuellen Album «Chinese Democracy») legendäres Kampfkunst-Gitarren-Solo in Rio (für alle, die ihn und Bill Laswell mit Praxis in der Roten Fabrik oder in Willisau verpasst haben). Und weil ich heute, wenn es nicht gerade um die Musikjournalistenfuzzis geht, karmamässig unterwegs bin, ist das dritte Video für all jene Idioten, die behaupten, ohne Slash funktioniere die Sache sowieso nicht mehr, und Axl hätte gut daran getan, den vom Heroin abgewrackten Bastard nicht zu feuern… Ja, hätte, wäre, würde… Weil das Karma heute gut ist, hat hier auch Slash platz – zusammen mit Rihanna: Rockstar 101. Let the good times roll.
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Es stört mich nicht, wenn jemand einen schlechten Musikgeschmack hat. Und wenn jemand so einen ultra-abgedroschenen, ultra-verstaubten Hard-Rock-Schweinekram gut findet. Man ist damit in bester Gesellschaft. Jeder Aargauer mit weissen Socken und VW Golf in der Garage im Eigenheim am Mutschellen findet Guns n’ Roses gut. Wie gesagt: Das stört mich nicht. Da kann man ja nichts dagegen machen… Wenn man jedoch einen schlechten Musikgeschmack hat, sollte man nicht eine dicke Lippe riskieren und Musikkritiker als «Fuzzis» beschimpfen. So macht man sich nur vollends lächerlich.
Bobby, eine dicke Lippe riskieren ist eines meiner Hobbys. Weisse Socken tragen auch. Auto fahren auch. Riskierst Du auch eine dicke Lippe, Bobby-Fuzzi?
ich bin ja eigentlich eher eloquent und ein freund von streitgesprächen, aber angesicht dieser hohlsinnigen vergleiche muss ich einfach sagen: halt die fresse bobby.