Finanzen: Wie schlecht steht es um den FC St. Gallen wirklich?
In den letzten Wochen ging in St. Gallen folgendes Gerücht um: Die Betriebs AG der AFG Arena, in deren Verwaltungsrat unter anderem der ehemalige FCSG-Präsident Dieter Fröhlich sitzt, sei finanziell in grossen Schwierigkeiten. Deshalb sei eine Vorlage zur Rettung der Betriebs AG in Arbeit, die dem Stadtparlament vorgelegt werden soll. Fakt ist: Weil er die Sicherheitskosten nicht mehr bezahlen kann, steht zumindest der FC St. Gallen, von dessen Erfolg die Betriebs AG abhängig ist, mit mindestens einer halben Millionen Franken bei der Stadt in der Kreide. Wie steht es um die Betriebs AG? Wie schlimm inzwischen um den FC?
Urs Weishaupt, Sprecher der Stadt St. Gallen, bestätigt gegenüber Nation of Swine einen Teil des Gerüchts: «Es werden derzeit Gespräche zwischen Betriebs AG AFG Arena, FCSG, Sponsoren, Banken sowie der Kantons- und der Stadtregierung geführt. Aufgrund der Ergebnisse wird eine Parlamentsvorlage erarbeitet, über die nach deren Verabschiedung durch die Kantons- und Stadtregierung sowie die weiteren Beteiligten informiert wird.»
Sponsoren, Banken, Politik – alle an einem Tisch? Das klingt nicht ganz undramatisch. Mehr will Weishaupt zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen: «Spekulieren tun wir höchstens über Fussballresultate. Sonst halten wir uns an Fakten. Aus Gesprächen schon Gerüchte abzuleiten wäre Kaffeesatzlesen.»
Markus Scherrer, Sprecher der AFG Arena, sagt: «Es sind verschiedene Projekte in Arbeit. Die Parlamentsvorlage ist eines davon. Ende August sollte die Sache spruchreif sein. Mehr kann ich dazu derzeit nicht sagen.» Geht es hier um eine grosse Rettungsaktion? Scherrer: «Dazu kann ich nichts sagen.»
Auch FCSG-Präsident Michael Hüppi dementiert nicht, dass eine Sache am laufen ist, hält sich jedoch ebenfalls kurz und knapp. In einer Email schreibt er: «Ich kann ihnen derzeit keine Auskünfte geben, da die Sache noch nicht spruchreif ist.»
Die St. Galler Kantonalbank hüllt sich derweil in Schweigen.
Einig sind sich alle befragten Parteien: In drei bis vier Wochen soll öffentlich gemacht werden, worum es bei den jetzigen Gesprächen wirklich geht und ob auch die zweite Hälfte des Gerüchts stimmt, nämlich, dass die Betriebs AG in Schieflage ist. Und die Politik mit Steuergeldern einspringen muss.
+++ Diese Geschichte aufgenommen, ausgebaut, vermeldet, haben:
- Der St. Galler Journalist und Betriebs-AG-Experte Andreas Kneubühler im Saiten-Blog
- Radio FM 1
-20 Min
- Auch Protest, inklusive Facebook-Gruppe, gibt es aufgrund der allgemeinen Verunsicherung schon: Wie man als Fan seinen FCSG-Wimpel zurückschickt, erfährt man hier.
4 Responses to Finanzen: Wie schlecht steht es um den FC St. Gallen wirklich?
Neuste Kommentare
- ed bei Eine tödliche Unfallserie in Anführungszeichen
- Senorschwarz bei Monday Night: Gangsta Gibbs, wieder und wieder
- Doktor Röntgen bei Monday Night: Gangsta Gibbs, wieder und wieder
Knapp daneben – Fussball & Alltag- Coppa Italia: Durium 0 – Studio7 2 20. Mai 2012
- Contre le Abstieg 19. Mai 2012
- Schlechte Karten? Nicht bei uns! 17. Mai 2012
Blogs
- «A daily look at war, sports, and everything in between» – Der New-Yorker-Blog von Amy Davidson (englisch)
- Crownpropellers Blog: Jump, Jazz, Jive, Vintage R'n'B
- Jens Weinreich – Blog des investigativen Sportjournalisten
- Matt Taibbi – Der Politreporter des Rolling Stone (englisch)
- When Saturday Comes – The Half Decent Football Magazine




[...] nicht nur der FC St. Gallen, sondern auch die Betriebs AG der AFG Arena finanziell angeschlagen ist und deshalb zwischen der Stadt St. Gallen, dem Kanton, Banken, Sponsoren, FCSG und Betriebs AG Gespr…, hat das «St. Galler Tagblatt» – mit Verweis auf diesen Blog – nachgebohrt. Den [...]
[...] Unsere Berichterstattung vom Montag rund um den FC St. Gallen hat in der Ostschweiz Wirbel ausgelöst. Seither berichtet das «St. Galler Tagblatt» täglich auf der Frontseite – wie auch heute. Und gestern. Und – mit Verweis auf diesen Blog – am Dienstag. Wir bleiben mit unseren bescheidenen Mitteln dran, jetzt, wo wir von Hinweisen überschüttet werden. Die an uns gerichtete Kritik in der aktuellen Berichterstattung nehmen wir sportlich – schliesslich muss, wer lange rumwurstelt, damit rechnen, dass irgendwann irgendwas nach aussen dringt. In der Story des Tages im «St. Galler Tagblatt» heiss es heute: «Denn tatsächlich sind die neuen Strukturen schon seit einem Jahr in Arbeit – und alle Beteiligten jetzt vor den Kopf gestossen, dass «so kurz vor der Medienkonferenz bekannt wird, was so lange unter Verschluss gehalten werden konnte».» var flattr_wp_ver = '0.9.11'; var flattr_uid = '23075'; var flattr_url = 'http://nationofswine.ch/2010/08/12/nation-of-swine-macht-wirbel-in-der-ostschweiz/'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_hide = 0; var flattr_lng = 'de_DE'; var flattr_cat = 'text'; var flattr_tle = 'Nation of Swine macht Wirbel in der Ostschweiz'; var flattr_dsc = 'Unsere Berichterstattung vom Montag rund um den FC St. Gallen hat in der Ostschweiz Wirbel ausgelöst. Seither berichtet das «St. Galler Tagblatt» täglich auf der Frontseite – wie auch heute. Und gestern. Und – mit Verweis auf diesen Blog – am Dienstag. Wir bleiben mit unseren bescheidenen Mitteln dran, jetzt, wo wir von Hinweisen überschüttet werden. Die an uns gerichtete Kritik in der aktuellen Berichterstattung nehmen wir sportlich – schliesslich muss, wer lange rumwurstelt, damit rechnen, dass irgendwann irgendwas nach aussen dringt. In der Story des Tages im «St. Galler Tagblatt» heiss es heute: «Denn tatsächlich sind die neuen Strukturen schon seit einem Jahr in Arbeit – und alle Beteiligten jetzt vor den Kopf gestossen, dass «so kurz vor der Medienkonferenz bekannt wird, was so lange unter Verschluss gehalten werden konnte».»'; var flattr_tag = 'AFG Arena,FC St. Gallen'; Teilen Kategorie: Politik, SportTags: AFG Arena > FC St. Gallen [...]
Hallo zusammen, hab den Artikel benutzt um Flattr erstmals auszuprobieren. Weiter so..
[...] zwei Wochen machte dieser Blog publik, dass die Betriebs AG des FC St. Gallen finanziell in massiven Schwierigkeiten steckt. Dies, obwohl [...]