Kurzer Nachtrag zum Prügel-Delta: Mal abgesehen davon, dass man grundsätzlich bezweifeln kann, ob eine solche PrügelEingreiftruppe die Fussballstadien sicher macht, stellt sich doch die Frage, warum sich die Deltas bei ihren Einsätzen eigentlich vermummen müssen. Zumal – wenigstens in St. Gallen – ein Vermummungsverbot gilt. Der Erste St. Galler Staatsanwalt Thomas Hansjakob sieht darin kein Problem; und auch keinen Verstoss gegen das Vermummungsverbot. In der WOZ von heute erklärt er das so: «Einige Ultras versuchen mit zerbrochenen Plastikfahnenstangen in den vom Helmvisier ungeschützten Halsbereich zu stechen. Da kann ich verstehen, dass sich die Deltas mit einem Tuch um den Hals schützen wollen.»

Die Stadtpolizei St. Gallen meldete sich gestern leider erst nach WOZ-Redaktionsschluss. Aber das macht nichts, weil: Erstens ist das hier ein Blog und zweitens tönt die Erklärung ohnehin ähnlich: «Aufgrund des aggressiven Auftretens der Basler Fangruppierung wurde das Tragen einer Schutzausrüstung für Hals und Kopfbereich in Ergänzung des Schutzhelmes auf Antrag der Delta durch die Stadtpolizei St.Gallen bewilligt. Dies, da die Basler Fangruppierung während des Spiels die Plastik-Fahnenstangen entzwei brachen. Solche aufgesplitterten Enden der Plastikrohre wurden bei anderen Fussballspielen schon mehrmals als Waffe eingesetzt. Damit versuchen die Gewalttätigen von unten, hinter der Schutzscheibe des Helmes, Verletzungen an Hals und Kopf anzubringen.»

… Apropos Vermummungsverbot: Unbedingt auch hier klicken.

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2 Responses to Nachtrag: Delta-Security

  1. manu sagt:

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Danke-Jungs-hat-mal-wieder-richtig-Spass-gemacht-mit-euch/story/30574886

    ob er wohl auch ein stadionverbot erhalten hat? glaubs zwar nicht, er hat sich ja nur im internet falsch verhalten.

  2. [...] zur Delta-Affäre hier und hier. Verlinken Kategorie: Hooligans, [...]