Die Basler Zeitung (BAZ) schildert in ihrer heutigen Print-Ausgabe die Vorfälle in St. Gallen so: «In St. Gallen schwingt sich Regierungsrätin Karin Keller-Sutter zur Wortführerin der Hardlinerfraktion auf. Schnellrichter im Stadion und rigorose Einlasskontrollen, lautet das Rezept. Verfolgt werden aber nicht nur Gewalttäter, es wird in erster Linie Jagd auf illegales Feuerwerk gemacht. Beim Spiel St. Gallen – FCB sah das dann so aus: Keller-Sutter ernannte die Partie öffentlich zur Nagelprobe für ihr neues Regime. Basler Ultras fühlten sich bemüssigt, beweisen zu müssen, dass es trotzdem möglich ist, Pyromaterial in der AFG-Arena zu zünden. Das Ergebnis laut Zeugenaussagen: Bei jugendlichen Zuschauern wurden auch die Genitalien abgetastet, Entrüstung, Verhaftungen, Solidarisierung mit den Verhafteten, Tränengas, Gummigeschosse, Verletzte. Und im Stadion brannten trotzdem Fackeln.» Szenekenner stellten fest, dass die Security und die Polizei die gegnerischen Fans als eigentliches Feindbild der Fan-Kurven abgelöst hätten. Die BAZ erklärt sich das so: «Was mit ihrer verstärkten Präsenz zu tun hat und auch damit, dass die Fanszenen aller Clubs politisch nach links gerückt sind.» Zitiert wird auch Thomas Gander, Co-Leiter des Basler Fanprojekts: Er stelle eine beängstigende Aufrüstung auf beiden Seiten fest, die Gewaltbereitschaft und die Qualität der Ausschreitungen hätten stark zugenommen. «Beide Seiten müssen einen Schritt zurückmachen, um die Spirale zu durchbrechen», sagt Gander.

 

One Response to FCSG – FC Basel, Schläge, Regen, Teil 2.

  1. [...] Wirft das nun ein neues Licht auf die Vorfälle in St. Gallen (klick, klick)? [...]